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RCDS startet Petition gegen Genderzwang

17.05.2021

Öffentliche Verwaltungen reglementieren zunehmend den Schriftverkehr. So sollen etwa das Gender-Sternchen (z. B. Lehrer*innen) oder der Unterstrich (Lehrer_innen) verwendet werden. Foto: IDEA/Jelena Simmer
Öffentliche Verwaltungen reglementieren zunehmend den Schriftverkehr. So sollen etwa das Gender-Sternchen (z. B. Lehrer*innen) oder der Unterstrich (Lehrer_innen) verwendet werden. Foto: IDEA/Jelena Simmer

Berlin (IDEA) – Der Ring Christlich-Demokratischer Studenten (RCDS) hat eine Petition mit dem Titel „Recht auf freie Rede – Kein Genderzwang an Hochschulen und in Behörden!“ gestartet. Sie wendet sich dagegen, dass einige Universitäten „Genderleitfäden“ eingeführt haben.

Wer sich in Prüfungen nicht daran hält, dem drohen schlechtere Noten. Auch öffentliche Verwaltungen reglementieren mit offiziellen Empfehlungen zur sogenannten geschlechtergerechten Sprache zunehmend den Schriftverkehr. So sollen etwa das Gender-Sternchen (z. B. Lehrer*innen) oder der Unterstrich (Lehrer_innen) verwendet werden.

Der Bundesvorsitzende des RCDS, Sebastian Mathes (Würzburg), erklärte zu der Petition: „Wir wollen Verantwortlichen in Politik und Verwaltung vor Augen führen, dass ein Genderzwang auf wenig Akzeptanz in der Bevölkerung stößt. Sprache braucht Regeln, aber auch die Freiheit, sich selbst, ohne politische Beeinflussung, weiterzuentwickeln.“ Mathes ist auch Mitglied des CDU-Bundesvorstandes.

Die stellvertretende RCDS-Vorsitzende Franca Bauernfeind (Erfurt) äußerte: „Hinter der gegenderten Sprache steht eine identitätspolitische Agenda, der es nicht um bürgergesellschaftliche Gleichberechtigung geht. Sie steht vielmehr für ein politisches Programm. Diese politische Normierung von Sprache lehnen wir ab.“

Die Petition haben bisher rund 3.400 Personen unterschrieben (Stand: 17. Mai). Darunter sind die CDU-Bundestagsabgeordneten Philipp Amthor (Ueckermünde/Vorpommern), Christian Hirte (Erfurt) und Christoph Ploß (Hamburg) sowie der Mitinitiator des Netzwerks Wissenschaftsfreiheit, Prof. Andreas Rödder (Mainz), der Vorsitzende des Vereins Deutsche Sprache, Prof. Walter Krämer (Dortmund), und der ehemalige Vorsitzende des Deutschen Lehrerverbandes, Josef Kraus (Ergolding bei Landshut). Nach Angaben des RCDS steht noch nicht fest, wie lange die Aktion läuft.

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