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Laschet attackiert konservative „Werteunion“

13.05.2021

Der CDU-Vorsitzende und nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet. Foto: Laurence Chaperon
Der CDU-Vorsitzende und nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet. Foto: Laurence Chaperon

Düsseldorf (IDEA) – Scharfe Kritik an der konservativen „Werteunion“ hat der CDU-Vorsitzende und nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet geübt.

Auf der digitalen Bundestagung des Evangelischen Arbeitskreises (EAK) der CDU/CSU am 12. Mai warf er dem parteiinternen Zusammenschluss vor, Ressentiments zu schüren und zu spalten. Eine solche Werteunion brauche man nicht.

Diese Gruppe hat nach eigenen Angaben rund 4.000 Mitglieder. Zu ihr gehört der frühere Präsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz, Hans-Georg Maaßen, CDU-Bundestagskandidat für den thüringischen Wahlkreis Suhl – Schmalkalden-Meiningen – Hildburghausen – Sonneberg.

Laschet bezeichnete den EAK als „die einzige und eigentliche Werteunion“. Wie er weiter sagte, kommt es darauf an, Politik aus dem christlichen Menschenbild heraus zu erklären, auch wenn immer weniger Menschen einer Kirche angehörten. Laschet zufolge gibt das christliche Menschenbild der Union Profil. Dies wolle er im Wahlkampf sichtbar machen.

Die Bedeutung des „C“ gelte etwa am Beginn und Ende des Lebens, beim Einsatz für verfolgte Christen sowie beim globalen Einsatz für Menschenwürde. Das Motto des EAK „Das C als Grundlage und Kompass unserer Politik“ sei aktueller denn je.

Regionalbischöfin: Das „C“ hat seine beste Zeit noch vor sich

In einer Podiumsdiskussion vertrat Regionalbischöfin Petra Bahr (Hannover) die Ansicht, dass das „C“ seine beste Zeit noch vor sich hat. Es sei nicht darauf angewiesen, dass sich die Kirchen ein politisches Programm zu eigen machen, sondern dass Christen politisch aktiv werden.

Christen seien nicht in den Untergang verliebt, sondern schöpften aus einer höheren Kraft Hoffnung und übernähmen Verantwortung. Wer es mit dem „C“zu tun bekomme, lebe „gefährlich“, weil er bereit sei, Risiken einzugehen. Das „C“ schreibe sich nicht mit „k“. Es sei ein Missverständnis, dass das „C“ „konservativ“ bedeute.

Kauder: Merkel hat den Markenkern der CDU nicht verletzt

Der Bundestagsabgeordnete Volker Kauder (CDU) widersprach der Auffassung, Bundeskanzlerin Angela Merkel habe den Markenkern der CDU verletzt, weil sie die Wehrpflicht ausgesetzt hat und aus der Atomenergie ausgestiegen ist. Der Markenkern der CDU sei das christliche Menschenbild. Die CDU sei pragmatisch und mache Politik für den „wahren Menschen, so wie er geht und steht“.

Andere Parteien erweckten hingegen den Eindruck, dass der Mensch nur Fahrrad fahre und kein Fleisch esse. Kauder zufolge kann man fast alle politischen Fragen mit dem christlichen Kompass überprüfen. Entscheidend sei es, die Würde des Menschen zu schützen.

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