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Menschenrechte

Frauenfeindlichkeit in der islamischen Welt ist „abgrundtief“

20.04.2021

Die Politikwissenschaftlerin und Frauenrechtlerin Ayaan Hirsi Ali. Foto: Wikipedia/ Gage Skidmore
Die Politikwissenschaftlerin und Frauenrechtlerin Ayaan Hirsi Ali. Foto: Wikipedia/ Gage Skidmore

Berlin (IDEA) – Die Politikwissenschaftlerin und Frauenrechtlerin Ayaan Hirsi Ali warnt vor der Gewaltbereitschaft muslimischer Männer. Sexuelle Gewalt gegen Frauen sei zwar in allen Kulturen verankert, die Frauenfeindlichkeit in der islamischen Welt sei jedoch „abgrundtief und desaströs, denn sie macht das weibliche Geschlecht zur Ware, zum Ding, zur Beute“.

Ali äußerte sich in einem Interview mit der Tageszeitung „Die Welt“. Nach ihren Worten werden einige spezifische Formen der Gewalt durch den Islam religiös begründet: „Gewalt gegen Frauen und Gewalt gegen Ungläubige, Gewalt gegen Muslime, die die Religionsausübung des Islam vernachlässigen oder ablehnen. Gewalt gegen Individuen, die den Glauben hinter sich lassen, Gewalt gegen Homosexuelle.“

Diese Gewaltausübung sei im Islam „erlaubt, ja gewollt. Die Gläubigen sollen denken, dass sie für dieses Tun auch noch belohnt werden.“

Zunahme an Gewalt durch muslimische Flüchtlinge

Laut Ali lässt sich „in Ländern wie Großbritannien, Frankreich oder Dänemark eine verblüffende Zunahme von Vergewaltigungsdelikten seit der Flüchtlingswelle erkennen“. Das belegten die nationalen Kriminalitätsstatistiken. Das liege zum einen daran, dass in einigen Herkunftsländern „Gewalt die Norm“ sei.

Die Menschen lebten dort in einem Umfeld, „in dem jegliche Ordnung, auch durch Kriege, zusammengebrochen ist. In anderen Ländern wird aus religiösen Gründen Gewalt gegen Frauen“ gutgeheißen oder zumindest „nicht ohne Weiteres sanktioniert.“ Ein großer Teil der Verbrechen lasse sich jedoch auch „einfach kriminellem Verhalten der Flüchtlinge“ zurechnen, das sich durch „nichts entschuldigen oder rechtfertigen lässt, nicht mit einem ‚Kulturschock‘, nicht mit Diskriminierung“.

Die Justizbehörden versagten leider bei der Bewältigung dieser Bedrohung. „Es scheint ein Reflex der Verdrängung und des Verbergens am Werk. Juristen bringen kulturelle Argumente, um Täter zu entlasten, weil sie betrunken waren oder unter Drogen standen.“ Die Angeklagten argumentierten oft damit, dass sie die Gesetze nicht kennten. Ein Sexualdelikt führe außerdem selten zur Abschiebung.

„Man macht eher europäischen Frauen den Vorwurf, selbst schuld zu sein! Man rät ihnen, sich in der Nähe von Flüchtlingsheimen nicht aufreizend anzuziehen, nicht allein zu joggen, nicht mehr in bestimmte Viertel zu gehen, um ja nicht zu provozieren. Und schon gar nicht bei Nacht.“

Täter werden entschuldigt

Es gehe bei diesen Taten immer „um den Körper der Frau, er wird zum Grapsch-Ort, zur Beute“. Manchmal komme es zwar auch zu Diskussionen in der Öffentlichkeit, „aber wenn es um den Islam geht, wird alles schnell unterbunden, selbst betroffene Frauen winden sich, wollen nicht als ausländerfeindlich gelten“.

Viele Akademiker hätten „regelrecht Angst, sich in ernsthaften Studien damit zu befassen, denn die hätten kaum Chancen auf Gehör. Ich habe mehrere solche Fälle erlebt, wo Forscher ihren Job verloren haben und sozial geächtet wurden.“ Flüchtlinge würden grundsätzlich „nur als bedauernswerte Opfer wahrgenommen. Und Opfer, so die geläufige Meinung, können nicht für ihr Verhalten verantwortlich gemacht werden.“

Ali wurde 1969 im somalischen Mogadischu geboren und floh als junge Frau vor einer Zwangsverheiratung in die Niederlande. Wegen ihrer islamkritischen Äußerungen erhielt sie Morddrohungen und stand unter Polizeischutz.

2012 wurde sie mit einem „Axel-Springer-Ehrenpreis“ ausgezeichnet. Sie ist mit dem schottischen Historiker Niall Ferguson verheiratet, mit dem sie einen Sohn hat. Am 19. April ist ihr neues Buch erschienen. Es trägt den Titel „Beute. Warum muslimische Einwanderung westliche Frauenrechte bedroht.“

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