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Deutscher ESC-Kandidat engagiert sich in seiner Kirchengemeinde

12.04.2021

Der deutsche Kandidat für den diesjährigen  Eurovision Song Contest, Jendrik Sigwart, im Musikvideo zu seinem Lied „I don't feel hate“. Screenshot: eurovision.de
Der deutsche Kandidat für den diesjährigen Eurovision Song Contest, Jendrik Sigwart, im Musikvideo zu seinem Lied „I don't feel hate“. Screenshot: eurovision.de

Hamburg (IDEA) – Der deutsche Kandidat für den diesjährigen Liederwettbewerb Eurovision Song Contest (ESC), Jendrik Sigwart (26), engagiert sich ehrenamtlich in seiner Hamburger Kirchengemeinde. Das teilte die Nordkirche auf ihrer Internetseite mit. Der ESC findet am 22. Mai in Rotterdam statt. Sigwart begleite als Mitarbeiter der Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinde St. Gabriel Konfirmandenfreizeiten und spiele bei Benefizkonzerten.

Auch das Musikvideo zu seinem selbst geschriebenen Wettbewerbstitel „I don‘t feel hate“ (Ich fühle keinen Hass) habe er im Keller der Gemeinde gedreht. Diesen habe er für das Video in einen bunten Waschsalon mit 18 defekten Wachmaschinen verwandelt. Dass er seine Kirchengemeinde um Dreherlaubnis bat, sei in erster Linie seinem knappen Budget geschuldet gewesen. Die Produktion habe dennoch rund 10.000 Euro gekostet.

Sänger glaubt an Jesus und die Goldene Regel

Nach Angaben der Nordkirche will Sigwart mit seinen Liedern eine christliche Botschaft vermitteln. Das zeige sich auch in dem ESC-Titel: „Reagiere auf Hass nicht mit Hass, sondern mit Respekt.“ Wie Sigwart weiter erklärt, glaubt er an Jesus Christus und die Goldene Regel (Lukas 6,31).

Dazu erläuterte er: „Die Goldene Regel ‚Behandle andere so, wie auch du behandelt werden willst‘ ist die wichtigste überhaupt.“ Mit dem Glauben an Gott sei das hingegen so eine Sache: „Ich glaube, da bin ich Agnostiker.“ Agnostiker sind unsicher, ob es einen Gott oder sogar mehrere Götter gibt.

Hasskommentare im Video verarbeitet

Auf Kritik an seinem Lied reagiert Sigwart gelassen: „Ich wusste vorher, dass mein Song polarisiert. Er ist eben nicht cool.“ Besonders die deutschen Fans seien kritisch. Die „besten“ zehn Hasskommentare hat er nach eigenen Worten in einem Video für die Sozialen Medien verarbeitet. Wie er weiter ausführte, war es schon immer sein großer Traum, auf der ESC-Bühne zu stehen.

Der 65. Eurovision Song Contest wird live in der ARD übertragen. Der Wettbewerb sollte eigentlich schon im vergangenen Jahr in Rotterdam stattfinden, wurde dann aufgrund der Pandemie aber abgesagt. Einen Vorentscheid für den Schlagerwettbewerb gab es in diesem Jahr nicht. Beim letzten ESC 2019 landete der deutsche Beitrag abgeschlagen auf dem 25. und damit vorletzten Platz.

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