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Kommentar
06. Juli 2017

Wer entscheidet in Glaubensfragen?

Lutherbier, Lutherente, Luther-BILD, Lutherbücher, Luthertage – überall luthert es 500 Jahre nach dem Thesenanschlag Martin Luthers am 31. Oktober 1517 in Wittenberg (Sachsen-Anhalt). Über allem droht in Vergessenheit zu geraten, worum es bei der Erneuerung der Kirche damals ging und bis heute geht. Pfarrer Christian Schwark aus Siegen erklärt in einer vierteiligen Serie die Hauptanliegen der Reformation. Im letzten Teil geht es um „Sola scriptura“ (allein die Schrift).

Wenn es unter Christen verschiedene Meinungen gibt, wer entscheidet, was richtig ist? Im Prinzip gibt es drei Möglichkeiten. Erstens: Keiner entscheidet. Jeder glaubt das, was er will. Das haben wir heute weitgehend. Und das führt zu einer großen Verunsicherung. Zweitens: Einer setzt sich durch. Das ist in der katholischen Lehre der Papst. Der kann in bestimmten Situationen sagen: So ist das – und nicht anders. Und das stimmt dann. Die dritte Möglichkeit: Gott entscheidet. Durch die Bibel. Das war der Ansatz Luthers. Ihm war ganz wichtig: Die Bibel ist die Wahrheit. Darum müssen wir uns an das halten, was in der Bibel steht. Und von der Bibel her kann man auch Kritik üben. Auch an...

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