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Kommentar
07. Februar 2019

Venezuela: Bizarre Sekte als Quelle des Unheils

Venezuela ist in Aufruhr. Tausende Menschen demonstrieren gegen den sozialistischen Staatschef Nicolás Maduro. Der Parlamentspräsident Juan Guaidó rief sich zum Interimspräsidenten aus. Der Ausgang des Machtkampfes ist ungewiss. Seit der Wahl von Hugo Chávez 1998 wird das erdölreiche Land sozialistisch regiert. Misswirtschaft, Korruption und Armut sind an der Tagesordnung. Das hat auch etwas mit einer Sekte zu tun. Ein Kommentar von Uwe Siemon-Netto.

Ein wunderlicher Kult namens Maria Lionza gehört zu den Wegbereitern der Katastrophe Venezuelas, des früher viertreichsten Landes der Welt. Zwei Jahrzehnte sozialistischer Misswirtschaft haben diesen weltgrößten Erdölproduzenten zum Armenhaus Südamerikas reduziert. In seinen Supermärkten gähnen leere Regale. Venezuela sind die Medikamente ausgegangen. Seine Inflationsrate liegt bei einer Million Prozent. Hunger und Angst vor Gewalt haben ein Zehntel seiner Bürger in die Flucht getrieben.

Die Seelen der Toten um Rat fragen

Vor 20 Jahren recherchierte ich für „Civilization“, damals eine Zeitschrift der Bibliothek des US-Kongresses, diese Sekte,...

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