Montag • 26. August
Reportage
16. Dezember 2015

In Deutschland geschlagen: Ein christlicher Flüchtling erzählt

Es ist eine merkwürdige Situation: Mittlerweile haben zwar schon zahlreiche Medien berichtet, dass Christen in Flüchtlingsheimen in Deutschland vielfach von radikalen Muslimen bedrängt oder sogar geschlagen werden. Trotzdem gibt es bislang von Kirchenleitungen kaum Proteste dagegen. Nur einzelne Pfarrer klagen die Missstände an. idea-Redakteurin Daniela Städter hat jetzt einen jungen Iraner in Hamburg sprechen können, den sein Bekenntnis zum christlichen Glauben fast das Leben gekostet hat.

Leicht gebeugt sitzt Amir auf seinem Stuhl. Obwohl der Raum gut geheizt ist, trägt der 24-jährige Iraner über seinem dicken Wollpullover noch eine Winterjacke und hat den Kragen hochgeschlagen. Die müden Augen blicken sorgenvoll. Er will seine Geschichte erzählen, aber er hat auch Angst – nämlich dass radikale Muslime diese Reportage lesen, ihn auf einem Foto erkennen, finden und ihn mit dem Tod bedrohen. Er bekommt die Zusage: Sein Gesicht wird nicht gezeigt, sein Nachname nicht genannt. Amir atmet tief durch. Unter diesen Voraussetzungen ist er nun bereit, zu berichten, wie er am 18. Oktober von einem Afghanen bewusstlos geschlagen wurde, weil er vom Islam zum Christentum ...

ANZEIGE
Diskutieren

Die Kommentarfunktion für diesen Beitrag ist geschlossen. Nach dem Erscheinen eines Artikels kann dieser 48 Stunden kommentiert werden.

Diese Woche lesen Sie
  • Leid „Der Tumor ist immer noch da“
  • Asien Hongkong: Neuer Samen für die Kirche
  • Biografie Von Schuld, Scheitern und Wiederaufstehen
  • Pro und Kontra Über die Kirchensteuer selbst entscheiden?
  • Verkündigung Wie Bibelübersetzer die Welt verändern
  • mehr ...
ANZEIGE