Donnerstag • 12. Dezember
Bericht
01. November 2019

Eine erstaunliche Bewegung

Entgegen dem Trend, dass alle Landes- und viele Freikirchen rückläufige Mitgliederzahlen haben, gibt es eine große Bevölkerungsgruppe in Deutschland, die immer mehr Gemeinden gründet und steigende Besucherzahlen in ihren Gottesdiensten verzeichnet: die Russlanddeutschen. Ihre Gemeinden wachsen jährlich um etwa drei Prozent. Prof. Friedhelm Jung schildert die Entwicklung. Er ist Dekan am Bibelseminar Bonn, das 1993 vom Bund Taufgesinnter Gemeinden (Detmold) als Ausbildungsstätte in baptistisch-mennonitischer Glaubenstradition gegründet wurde.

Weitgehend unbemerkt von der breiten Öffentlichkeit hat sich in den vergangenen vier Jahrzehnten in Deutschland eine neue religiöse Kraft etabliert, die in der jüngsten Vergangenheit mehrfach Gegenstand wissenschaftlicher Untersuchungen gewesen ist: die Freikirchen russlanddeutschen Ursprungs. Der Kirchenhistoriker Johannes Dyck hat in einem Artikel einer Online-Zeitschrift (BSB-Journal 2/2017) nachgewiesen, dass unter den 2,5 Millionen Russlanddeutschen, die in den letzten 50 Jahren aus der früheren Sowjetunion nach Deutschland zurückgekehrt sind, rund 250.000 evangelikal geprägte Christen sind. Aufgrund von kulturellen und theologischen Unterschieden haben sich nur wenige von ihne...

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