Freitag • 23. Oktober
Pro & Kontra
13. Juni 2019

Auf die alten Sprachen verzichten?

Hebräisch, Griechisch, Latein – angehende Pfarrer müssen im Studium alte Sprachen lernen, um mit biblischen Originaltexten arbeiten zu können. Doch welchen Wert haben die Sprachkenntnisse für die praktische Arbeit? Mancher sieht in den Sprachanforderungen auch ein Hindernis, um Pfarrernachwuchs zu gewinnen. 

PRO Ich erinnere mich noch an den Anfangszauber, als ich 1997 zu Beginn des Theologiestudiums die alten, ehrwürdigen Sprachen lernen durfte. In die hebräische und griechische Sprachwelt einzutauchen, das war etwas Besonderes. Ich liebte ja das Wort Gottes. Und nun durfte ich über die Sprache das Denken, Fühlen und die Kultur kennenlernen, in denen das Wort Gottes geschrieben wurde. Und vielleicht war es auch reizvoll, sich von den „normalen“ Christen, die „nur“ die Lutherbibel hatten, zu unterscheiden. Ich träumte von einer alten Stube, wo ich als gelehrter Theologe die Tiefen der Schrift studieren konnte. Dann kam aber im Studium der ungeheure Aufwand der historisch-k...

ANZEIGE
Diskutieren

Wir haben die Kommentarfunktion auf idea.de eingestellt. Im Gegenzug starten wir ein neues Format zum gezielten Austausch mit unseren Lesern: den ideaLog, eine einstündige Frage- und Antwortrunde auf Facebook zu ausgewählten Themen. mehr »

Diese Woche lesen Sie
  • Tabor „Der Beruf des Pastors hat de facto keinen Sex-Appeal mehr“
  • Kommentar Wie gehen wir Christen mit Corona um?
  • Pro und Kontra Ist Gemeindezucht noch zeitgemäß?
  • Apologetik Sind Christen die besseren Menschen?
  • Volker Kauder Warum das christliche Menschenbild so wichtig ist
  • mehr ...
ANZEIGE