Freitag • 20. September
Reportage
12. September 2019

Andreasstraße Erfurt: Vom Stasi-Gefängnis zum spannenden Lernort

Im Zentrum Erfurts, zwischen Domplatz und Petersberg, befindet sich ein rotes Backsteingebäude. Noch bis vor wenigen Jahrzehnten als Stasi-Sitz und Gefängnis für politische Häftlinge bekannt, ist das Haus in der Andreasstraße heute ein Lernort lebendiger Geschichte. idea-Redakteurin Lydia Schubert war dort.

Wer die Gedenk- und Bildungsstätte Andreasstraße besucht, beginnt seinen Rundgang in der obersten Etage – und wird dort direkt in die Vergangenheit katapultiert. „Haft“ lautet der Titel der ersten Station: graubrauner Boden, an den Wänden Neonröhren und altmodische Schalter. Ein langer Gang führt in den Zellentrakt, links und rechts zweigen Türen ab. Holzpritschen oder einfache Etagenbetten aus Metall, ein Toilettenkübel, viel mehr stand den Inhaftierten hier nicht zu. Alle fünf bis acht Minuten warfen die Wächter einen Blick durch den Türspion, nachts alle 20. Sogar die Schlafposition war vorgegeben. Dass hier zu DDR-Zeiten mehr als 5.000 Menschen einsaßen, weil sie sich...

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