09. Juni 2019

Diakonissen-Mutterhauses Elbingerode

ARD-Pfingstgottesdienst: Der Heilige Geist kann Menschen verwandeln

Der frühere Vorsitzende des Sächsischen Gemeinschaftsverbandes, Prof. Johannes Berthold. Screenshot: Das Erste
Der frühere Vorsitzende des Sächsischen Gemeinschaftsverbandes, Prof. Johannes Berthold. Screenshot: Das Erste

Elbingerode (idea) – Pfingsten ist das Fest des Heiligen Geistes. Er allein kann Menschen in ihrem Innersten verwandeln. Davon ist der frühere Vorsitzende des Sächsischen Gemeinschaftsverbandes, Prof. Johannes Berthold (Moritzburg), überzeugt. Er hielt im ARD-Pfingstgottesdienst (9. Juni) die Predigt. Dieser wurde aus dem Gebetssaal des Diakonissen-Mutterhauses Elbingerode (Harz) übertragen. Der Apostel Paulus habe deutlich gemacht, dass Gottes Geist die Furcht austreibe, so Berthold. Keiner müsse darum ständig den Kopf verdrehen und sich nach der Meinung anderer Menschen richten: „Denn über uns steht der Himmel offen.“ Durch das Vertrauen auf Gott wachse auch das Selbstvertrauen und das Zukunftsvertrauen, sagte Berthold.

Geist Gottes soll für Menschen erlebbar werden

Der Direktor des Diakonissen-Mutterhauses, Pfarrer Reinhard Holmer, stellte vor der Predigt die Geschichte des Mutterhauses vor. Die Schwesternschaft sei in den 20er Jahren des vergangenen Jahrhunderts stark gewachsen. Die damalige Oberin Schwester Klara Sagert habe sich für einen Neubau eingesetzt. Der katholische Architekt Godehard Schwethelm habe das Gebäude im Bauhausstil zweckmäßig konzipiert. Ihnen sei es wichtig gewesen, dass die Form den Geist wiedergab, der in diesem Haus leben sollte, so Holmer. Christus, der von sich selbst gesagt hat, dass er der Anfang und das Ende sei, sollte die Räumlichkeiten bestimmen. Im Juni 1934 wurde das neue Mutterhaus dann eingeweiht. Die Oberin des Mutterhauses, Diakonisse Kerstin Malycha, berichtete in dem Gottesdienst, dass das Haus 1976 – als die „Parteipropaganda“ noch geleugnet habe, dass es auch in der DDR Menschen mit schwerwiegenden Alkoholproblemen gab – für Menschen mit Suchtprobleme geöffnet worden sei. Aus bescheidenen Anfängen sei heute eine moderne Suchtklinik entstanden. Dem Mutterhaus und der Diakoniegemeinde sei es bis heute ein Anliegen, dass der Geist Gottes „durch das Gebäude und durch uns“ für Menschen erlebbar werde, so Malycha.