Freitag • 17. August
Erstes Quartal
13. Juni 2018

Abtreibungszahlen sind erneut gestiegen

In den ersten drei Monaten des Jahres 2018 wurden 27.200 Kinder im Mutterleib getötet. Foto: picture-alliance/dpa
In den ersten drei Monaten des Jahres 2018 wurden 27.200 Kinder im Mutterleib getötet. Foto: picture-alliance/dpa

Wiesbaden (idea) – Die Zahl der gemeldeten Abtreibungen in Deutschland ist im ersten Quartal 2018 gestiegen. Das teilte das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am 13. Juni mit. Demnach wurden 27.200 Kinder im Mutterleib getötet – 2,2 Prozent mehr als im gleichen Vorjahreszeitraum. Für die Vorsitzende des Bundesverbandes Lebensrecht, Alexandra Linder (Weuspert/Sauerland), ist die Zunahme keine Überraschung. Sie sagte gegenüber der Evangelischen Nachrichtenagentur idea: „Die Tendenz des letzten Jahres hat sich leider weiter bestätigt – trotz einer angeblich guten Beratungsregelung, trotz angeblich umfassender Hilfen für Schwangere und Familien.“ 2017 war die Zahl der Abtreibungen im Vergleich zum Vorjahr um 2,5 Prozent auf 101.209 gestiegen.

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Werbeverbot für Abtreibungen beibehalten

Linder warnte vor einer Aufhebung des Werbeverbots für Abtreibung: „Wer den Frauen und Familien wirklich helfen und die Kinder schützen will, sollte sich genau überlegen, in welche Richtung eine Gesetzgebung verändert wird. Der Schritt, die ohnehin schon verbreitet unverhohlene Werbung für Abtreibung jetzt auch noch zu legalisieren, ist der falsche Weg. Das zeigen die Zahlen deutlich.“ Gemäß Paragraf 219a macht sich strafbar, wer „seines Vermögensvorteils wegen (...) Dienste zur Vornahme eines Schwangerschaftsabbruchs (...) anbietet, ankündigt oder anpreist“. Die SPD will ihn ebenso wie „Die Linke“, FDP und Bündnis 90/Die Grünen reformieren oder abschaffen. Die AfD ist dagegen, in der Union gibt es große Vorbehalte. Zum Bundesverband Lebensrecht gehören 13 Organisationen. Er veranstaltet am 22. September in Berlin den „Marsch für das Leben“, der sich gegen die Abtreibungspraxis in Deutschland wendet. Dazu werden mehrere Tausend Teilnehmer erwartet.

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