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Indonesien: Inhaftierten Pastor freilassen!

01.07.2018

Der evangelische Pastor Abraham Ben Moses. Foto: Facebook/Privat
Der evangelische Pastor Abraham Ben Moses. Foto: Facebook/Privat

Frankfurt am Main/Wetzlar (idea) – Als „Gefangenen des Monats Juli“ haben die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) und die Evangelische Nachrichtenagentur idea den evangelischen Pastor Abraham Ben Moses benannt. Sie rufen dazu auf, sich für den Theologen, der auch unter dem Namen Saifuddin Ibrahim bekannt ist, einzusetzen und für ihn zu beten. Er wurde nach einer Anzeige der islamischen Organisation Muhammadiyah wegen Blasphemie verhaftet. Sie nahm an einem Online-Video Anstoß. Es kursiert in sozialen Netzwerken und zeigt Moses bei einem Glaubensgespräch mit einem muslimischen Taxifahrer. Dabei zitierte der Pastor den Koran, sprach von Widersprüchen in der islamischen Lehre und warb für den Übertritt zum Christentum. Nur weil er auf sein Recht zur Mission bestanden hatte, wurde er schließlich am 7. Mai zu vier Jahren Haft und zusätzlich zu einer Geldstrafe verurteilt. Indonesien, das Land mit der größten islamischen Bevölkerung weltweit, galt lange als tolerant gegenüber religiösen Minderheiten. Seit einigen Jahren zeigt sich, dass überproportional häufig Nichtmuslime der Blasphemie beschuldigt werden. Der ehemalige christliche Gouverneur von Jakarta, Basuki Tjahaja Purnama, „Ahok“ genannt, wurde am 9. Mai 2017 unter dem Jubel islamistischer Massen wegen Blasphemie zu zwei Jahren Haft verurteilt. Laut der christlich-ökumenischen Organisation Jakarta Christian Communication Forum handelt es sich bei Pastor Moses um den ersten christlichen Gemeindeleiter, dem Gotteslästerung angelastet wird. Von den rund 260 Millionen Einwohnern Indonesiens sind über 85 Prozent Muslime. Der Anteil der Christen liegt bei zehn Prozent.

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