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Glaube und Askese
11. Februar 2018

Was der „Schlankheitswahn“ mit dem Protestantismus zu tun hat

Das herrschende Schlankheitsideal lässt das Idealgewicht immer weiter nach unten sinken. Foto: picture-alliance/Panther Media
Das herrschende Schlankheitsideal lässt das Idealgewicht immer weiter nach unten sinken. Foto: picture-alliance/Panther Media

Berlin (idea) – Die Ursache für den „völlig verkrampften“ Umgang der Deutschen mit dem Essen liegt im Protestantismus. Diese Vermutung äußert der Ernährungspsychologe Johann Christoph Klotter (Fulda) in einem Interview mit der „Welt am Sonntag“. Der Protestantismus predige Askese als Tugend und Genuss als Sünde. In der heutigen Zeit, in der Religionsgemeinschaften „nicht mehr so en vogue sind, habe sich auf diesem Nährboden eine Bewegung gebildet, „die radikale Askese als Tugend versteht – Schlankheitswahn als säkularisierte Fortsetzung der protestantischen Idee“. Die Anhänger verträten im Grunde auch nur die moralisch-religiöse Lehre von der Mäßigung. Nur k...

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