Samstag • 20. Juli
Großbrand
04. Juli 2019

Propst ruft Gemeinden zum Gebet

Ein Löschhubschrauber über dem munitionsbelasteten ehemaligen Truppenübungsplatz auf dem der Brand ausbrach. Foto: picture-alliance/dpa
Ein Löschhubschrauber über dem munitionsbelasteten ehemaligen Truppenübungsplatz auf dem der Brand ausbrach. Foto: picture-alliance/dpa

Lübtheen (idea) – Angesichts des Großbrandes in der Lübtheener Heide hat der Propst der Propstei Parchim, Dirk Sauermann, zum Gebet aufgerufen. Der Waldbrand auf einem munitionsbelasteten ehemaligen Truppenübungsplatz hatte am 30. Juni begonnen und betrifft laut Angaben der Stadtverwaltung aktuell eine Fläche von 1.200 Hektar, davon 600 Hektar Brandfläche. In einem Schreiben an die Pastoren in unmittelbarer Nähe des Katastrophengebiets bittet der Propst um Fürbitte in den Gottesdiensten sowie Aufmerksamkeit für den Nächsten in Not. Er selbst sei mit seinen Gedanken und Gebeten bei den Menschen in den Dörfern nahe des Brandes. „Ich hoffe und bitte, dass es gelingt, die Gewalt des Feuers zu begrenzen“, so Sauermann. Er denke aber auch an die Einsatzkräfte, die oft bis zur völligen Erschöpfung versuchten, Schlimmstes zu verhindern. Dem zuständigen Landrat Stefan Sternberg (SPD) habe er im Namen der Pastoren angeboten, für die Betroffenen und Helfenden zu beten und ihnen als Gesprächspartner zur Verfügung zu stehen. „Ich hoffe und bitte, dass Gott unsere Seele stärkt und uns dorthin leitet, wo wir gebraucht werden“, so der Propst.

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Mehr als 3.000 Einsatzkräfte sind beteiligt – Auch eine Pastorenfamilie evakuiert

Sternberg hatte bereits am 30. Juni den Katastrophenfall ausgerufen. Die Einwohner mehrerer Ortschaften mussten evakuiert werden, darunter auch eine Pastorenfamilie. Mehr als 3.000 Kräfte der freiwilligen Feuerwehren, der Bundeswehr, des Technischen Hilfswerkes, der Polizei, von Bundes- und Landesforst, des Deutschen Roten Kreuzes und weiterer Institutionen sind in vier Schichten im Dienst. Im Einsatz sind Bergepanzer, Wasserwerfer und Hubschrauber. Laut Sternberg hat sich die Lage dank des massiven Engagements weiter entspannt: „Wir haben das Feuer erstmals im Griff.“ Von Entwarnung könne jedoch noch keine Rede sein. Der Katastrophenfall wird weiter aufrechterhalten. Das mecklenburgische Lübtheen liegt im Landkreis Ludwigslust-Parchim und hat 19 Ortsteile und rund 4.800 Einwohner.

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