Freitag • 24. Mai
Stellvertretender BILD-Chefredakteur
25. April 2019

Böcking: Wofür ich Lehrern und Erziehern dankbar bin

Der stellvertretende Chefredakteur von BILD, Daniel Böcking. Foto: Christian Langbehn
Der stellvertretende Chefredakteur von BILD, Daniel Böcking. Foto: Christian Langbehn

Sindelfingen (idea) – Der stellvertretende Chefredakteur von BILD, Daniel Böcking (Berlin), hat sich bei christlichen Lehrern, Erziehern und Kindergottesdienstmitarbeitern für ihre Arbeit bedankt. Wie der bekennende Christ in einem Beitrag in der evangelikalen Fachzeitschrift „Glaube und Erziehung“ (Sindelfingen) schreibt, nimmt er, wenn er am Wochenende auf Vortragsreise in Gemeinden ist, häufig seine drei Kinder mit. Diese freuten sich auf ihre Betreuer: „Eine Jesus-Geschichte, Luftballon-Spiele, Leberkäs-Wecken – mehr braucht es da nicht zum Kinderglück.“ Sie erführen bei ihren Besuchen „eine Herzlichkeit und Wärme, die mich immer wieder staunen lassen“. Menschen opferten ihre Zeit und gingen auf Kinderwünsche ein: „Ich weiß nicht, ob ich jedem einzelnen Erzieher und Betreuer genug gedankt habe für diese praktischen Lektionen in Sachen Christsein, und bin froh, es an dieser Stelle tun zu dürfen.“

ANZEIGE

„Unser Glaube ist nichts, wofür wir uns schämen müssten“

Er sei ebenso dankbar für Menschen, die zu ihrem (Un-)Glauben stehen. Seine Tochter Elsa habe eine Mitarbeiterin in ihrer Kita gefragt, ob sie an Jesus glaube. Diese habe mit „Nein“ geantwortet. Sie könne das bei all dem Leid in der Welt nicht. Das habe Elsa zu weiteren Nachfragen angeregt: „Sie konnte ihren jungen Glauben testen, bei mir nachbohren, Pro- und Kontra-Argumente sammeln. Ihrer Freude an Jesus hat das nicht geschadet.“ Ihm gehe ferner das Herz auf, wenn andere Menschen seine Kinder ermutigten, zu ihrem Glauben zu stehen. „Wir setzen uns laut und öffentlich für so viele gute Dinge ein: Klimaschutz, soziale Gerechtigkeit, Gleichberechtigung. Auch unser Glaube ist nichts, wofür wir uns schämen müssten. Er ist weder besonders ausgefallen noch exotisch oder schrullig.“

„Nie hätte ich gedacht, dass die christliche Familie so groß und so lebendig ist“

Böcking äußerte sich zudem dankbar für die vielen unterschiedlichen Orte in ganz Deutschland, in denen Christen sich treffen: „Ich war beim Pfingstjugendtreffen in Aidlingen, wo über 8.000 junge Menschen zusammen campen, Gott anbeten und christliche Seminare besuchen. Hier ist Christsein cool und hip.“ Er selbst besuche gerne das „Berlinprojekt“, eine Freie evangelische Gemeinde in Berlin. Zweimal im Monat träfen sich christliche Journalisten in Berlin zu einem Gebetsfrühstück, auch in der BILD-Redaktion gingen Kollegen einmal pro Woche abends gemeinsam in eine Andacht: „Nie hätte ich gedacht, dass die christliche Familie so groß und so lebendig ist. Vielerorts wächst sie.“ Seine Familie dürfe nun Teil dieser „wunderbaren Gemeinschaft sein, in der die Kinder Gastfreundschaft lernen, in der sie lernen zu teilen, Rücksicht zu nehmen, zu vertrauen“. Diese Gemeinschaft sei ein riesengroßes Geschenk. „Glaube und Erziehung“ erscheint quartalsweise und wird von der Evangelischen Lehrer- und Erziehergemeinschaft in Württemberg herausgegeben. Schriftleiter ist Henrik Mohn.

Diskutieren

Die Kommentarfunktion für diesen Beitrag ist geschlossen. Nach dem Erscheinen eines Artikels kann dieser 48 Stunden kommentiert werden.

7 Kommentare
Kommentare sind ausgeblendet.
Zum Einblenden der Kommentare hier klicken.
Diese Woche lesen Sie
  • Streitgepräch Wie politisch muss die Kirche sein?
  • DDR Der Weg der Ausgrenzung
  • Alabama Ein außergewöhnliches Gesetz
  • Europawahl Sag, wie hältst Du’s mit Europa?
  • Kommentar Vor Gott und den Menschen: 70 Jahre Grundgesetz
  • mehr ...
ANZEIGE