Montag • 25. September
Wegen Sturm „Irma”
11. September 2017

Christen feierten Gottesdienst zu Hause

Auch der Pastor der First Baptist Orlando, David Uth, hielt seine Predigt über Facebook von Zuhause aus. Screenshot: www.facebook.com/FirstOrlando
Auch der Pastor der First Baptist Orlando, David Uth, hielt seine Predigt über Facebook von Zuhause aus. Screenshot: www.facebook.com/FirstOrlando

New York/Tampa (idea) – Wegen des Tropensturms Irma haben viele Kirchengemeinden im US-Bundesstaat Florida ihre Mitglieder aufgerufen, zu Hause zu bleiben. Auf einen Gottesdienst am Sonntagvormittag brauchten sie dennoch nicht zu verzichten. Wie die „New York Times“ berichtet, wurden sie von einigen Gemeinden aufgefordert, ihn in den eigenen vier Wänden zu feiern. Die Predigt ihres Pastors konnten sie dabei live im Internet oder auf Facebook verfolgen. Selbst zu Online-Abendmahlsfeiern wurde eingeladen. Das Internetportal der New York Times stellte sechs Pastoren verschiedener Kirchen vor, die meist aus ihren Wohnungen die Gottesdienste leiteten. Pastor John Debevoise (Tampa) von der Presbyterianischen Kirche im Stadtteil Palma Ceia appellierte von seinem Sofa aus an die Gemeindemitglieder, für die Feuerwehrleute und andere freiwillige Helfer zu beten. Pastor Michael Neely (Tampa) von der New Millennium Community Church ermutigte seine Gemeindemitglieder, trotz des Sturmes Gott zu vertrauen: „Auch wenn die Wasser haushoch steigen und die Bäume vom Sturm geschüttelt werden, sagt Gott: Ich bin bei euch.“ Ähnlich äußerte sich auch der Pastor Gen H. Money von der Ersten Baptistengemeinde in der Hafenstadt St. Petersburg. Er ist vor einem Bild zu sehen, auf dem das Volk Israel durch das Rote Meer zieht, das von Gott geteilt wurde: „Auch wenn die Wellen sich hoch auftürmen: Gott liebt uns.“

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„Jetzt ist die Zeit zu beten“

In der Großstadt Orlando fielen wegen des Sturmes die meisten Gottesdienste aus, berichtet die örtliche Tageszeitung „Orlando Sentinel“. Viele Gemeinden hätten stattdessen zu Onlinegottesdiensten auf Facebook eingeladen. „Jetzt ist die Zeit, zu beten und den Menschen um uns herum zu dienen“, schrieb die Erste Baptistengemeinde der Stadt. Auch andere Gemeinden im Land haben ihre Mitglieder dazu aufgerufen, sich als Helfer zu melden: „Wir arbeiten mit den Behörden zusammen, um unserer Stadt beizustehen“, teilte etwa die Bayside Gemeinschaftskirche in Brandenton im Westen Floridas mit. Man sorge nicht nur für Lebensmittel und Trinkwasser, sondern wolle den Menschen auch seelsorgerlich beistehen: „Gott ist größer als jeder Sturm, der uns treffen kann.“ Laut Medienberichten hat der Sturm in Florida bisher fünf Menschen das Leben gekostet. Über 50.000 Einwohner haben Schutz in einer der 320 staatlichen Notunterkünfte gesucht. Behördenangaben zufolge sollten 6,3 Millionen der rund 20 Millionen Einwohner des Landes ihre Häuser und Wohnungen verlassen.

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