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Augsburg
04. Januar 2020

Beziehung zu Jesus ist die „wunderbarste Freundschaft des Universums“

Der Gründer und Leiter des Gebetshauses Augsburg, der katholische Theologe Johannes Hartl, sprach bei der Glaubenskonferenz „MEHR“ vor 12.000 Teilnehmern. Screenshot: YouTube/Gebetshaus
Der Gründer und Leiter des Gebetshauses Augsburg, der katholische Theologe Johannes Hartl, sprach bei der Glaubenskonferenz „MEHR“ vor 12.000 Teilnehmern. Screenshot: YouTube/Gebetshaus

Augsburg (idea) – Die Beziehung zu Jesus Christus ist die „wunderbarste Freundschaft des Universums“. Das sagte der Gründer und Leiter des Gebetshauses Augsburg, der katholische Theologe Johannes Hartl, am 4. Januar bei der ökumenisch orientierten Glaubenskonferenz „MEHR“ vor 12.000 Teilnehmern – so vielen wie noch nie. Die Veranstaltung wird zum zwölften Mal von dem Gebetshaus ausgerichtet und findet in diesem Jahr unter dem Motto „Colors of Hope“ (Farben der Hoffnung) statt.

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Hartl zufolge sehnt sich Jesus Christus danach, Freundschaft mit jedem Menschen zu schließen. Dafür sei er Mensch geworden und in die Welt gekommen. Die Worte Jesu hätten ein besonderes Gewicht. Die Bibel sei wie der Brief des besten Freundes. Anders als bei Freundschaften zwischen Menschen sei Gott stets treu. Zugleich rief Hartl dazu auf, Freundschaften mit anderen Menschen zu pflegen. Er verwies auf Sprüche 17,17: „Ein Freund liebt allezeit, und ein Bruder wird für die Not geboren.“ Wenn die Herzensnähe stimmt, könne man sich auch die Meinung sagen. Ihm zufolge gibt es viele Männer, die am „einsame Cowboy-Syndrom“ litten. Sie ließen keine Nähe zu und sprächen nicht über eigene Schwächen.

Hartl forderte zudem dazu auf, Freundschaft mit sich selbst zu schließen und Galater 5,14 zu leben („Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“). Man solle sich nicht ständig selbst hetzen und schlecht machen, sondern sich selbst Gutes tun und sich ehrlich die Frage beantworten: „Wie geht es mir wirklich?“

Christen sollten Hoffnungsträger sein

Der Leiter der freikirchlichen Gemeinde GPMC Thun (Schweiz), Matthias Kuhn, rief dazu auf, als Christ Hoffnungsträger zu sein. Er berichtete von einer Frau, die sich das Leben nehmen wollte. Sie habe zu Gott gebetet, dass er, wenn es ihn wirklich gebe, er ihr jemanden schicken solle, der ihr ein Kompliment mache. Tatsächlich habe das an diesem Tag ein Christ dann getan. Er habe ihr dadurch – ohne es zu wissen – das Leben gerettet. Aufgabe von Christen sei es, aus der Beziehung mit Jesus Christus Gottes Liebe und Hoffnung weiterzugeben, so Kuhn. Um nicht nur eine Sternschnuppe zu sein, sondern einen nachhaltigen Dienst zu leisten, müsse man die „Intimität mit Gott“ pflegen und in einem Team arbeiten. Sonst bestehe die Gefahr, dass Aufbrüche nur eine Generation dauerten und danach wieder versandeten. Erweckung dürfe kein Feuerwerk, sondern müsse nachhaltig sein.

Speeddating und evangelische Abendmahlsfeier

Während der Konferenz findet ein „Speeddating“ statt, mit der Möglichkeit einen Partner kennenzulernen. Zudem wird es ein Forum „Mehr Theologie“ mit zehn Theologieprofessoren geben. Daneben werden auf der Konferenz eine römisch-katholische Eucharistiefeier sowie eine evangelische Abendmahlsfeier angeboten. Sie wird von der Geistlichen Gemeinde-Erneuerung in der Evangelischen Kirche (GGE) ausgerichtet.

Das Gebetshaus Augsburg ist eine 2005 entstandene Initiative von Christen innerhalb der (katholischen) Charismatischen Erneuerung. Seit September 2011 beten dort Christen unterschiedlicher Konfessionen rund um die Uhr. Das Gebetshaus beschäftigt 40 hauptamtliche sowie 100 ehrenamtliche Mitarbeiter. In Deutschland gibt es etwa 20 – meist charismatisch orientierte – Gebetshäuser.

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