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Frankfurt am Main/Wetzlar (idea) – Als „Gefangenen des Monats Januar“ haben die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM/Frankfurt am Main) und die Evangelische Nachrichtenagentur idea (Wetzlar) den chinesischen katholischen Untergrundbischof Jakob Su Zhimin benannt. Sie rufen dazu auf, sich für ihn einzusetzen und für ihn zu beten. Als Zhimin im Mai 1996 mit seinen Helfern verhaftet wurde, hatte der heute 83-jährige bereits 26 Jahre in Arbeitslagern, unter Hausarrest und im Polizeigewahrsam verbracht. Grund für die erneute Inhaftierung war, dass sich der Bischof weigerte, der „Patriotischen Vereinigung“ beizutreten. Dabei handelt es sich um die von der Kommunistischen Partei Chinas, jedoch nicht vom Vatikan anerkannte katholische Gemeinschaft. Wenige Monate nach seiner Festnahme gelang es Zhimin zu fliehen, doch griffen ihn die Behörden im Oktober 1997 wieder auf. Ohne Anklage sitzt er seither in Haft. Lange Zeit wussten nicht einmal seine nächsten Angehörigen, dass er noch am Leben ist. Ein erstes Zeichen erhielten sie im Jahr 2003, als der Bischof wegen einer Augenoperation und Herzbeschwerden in einem Krankenhaus behandelt werden musste. Dabei erkannten ihn Sympathisanten. Im September 2014 will der freigelassene Priester Lu Genjun erfahren haben, dass die KP über die Freilassung Zhimins nachdenke – ein Indiz, dass er noch am Leben ist. Die IGFM und idea rufen dazu auf, sich in Briefen an die chinesische Führung zu wenden und Staatspräsident Xi Jinping aufzufordern, den Bischof unverzüglich zu entlassen. Schätzungen über die Zahl der Christen in China variieren stark. Die Regierung spricht von 24 Millionen in staatlich anerkannten Gemeinden – 18 Millionen Protestanten und sechs Millionen Katholiken. Andere Experten, die jene nicht registrierten Hausgemeinden, die sich nicht der Kontrolle des Regimes unterwerfen wollen, gehen von bis zu 130 Millionen aus.

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