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„Mutter“ von „Weihnachten im Schuhkarton“ gestorben

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Irmhild Bärend ist am 24. August  20222 verstorben. Foto: privat
Irmhild Bärend ist am 24. August 20222 verstorben. Foto: privat

Berlin (IDEA) – Die Mitbegründerin der christlichen Hilfsaktion „Weihnachten im Schuhkarton“ in Deutschland, Irmhild Bärend (Berlin), ist am 24. August im Alter von 83 Jahren gestorben. Das teilte das Hilfswerk „Samaritan‘s Purse – Die barmherzigen Samariter“ (Berlin) mit. Bärend sei „friedlich eingeschlafen“.

Nach dem Studium der Germanistik und Philosophie in Berlin und Tübingen, das sie mit einer Promotion abschloss, arbeitete sie beim Evangelischen Jugend- und Missionswerk MBK in Bad Salzuflen als Redakteurin. 1974 wechselte sie zum deutschen Zweig der internationalen Billy-Graham-Gesellschaft in Berlin, wo sie als Chefredakteurin die Zeitschrift „Entscheidung“ betreute. Ihr Motto lautete „Ich möchte mit der ‚Entscheidung‘ Menschen zu Jesus hinlieben.“

Päckchen für bedürftige Kinder

Als Freundin der Familie des weltweit tätigen Evangelisten Billy Graham (1918–2018) hörte sie durch dessen Sohn Franklin von der Hilfsaktion „Operation Christmas Child“ (Operation Weihnachtskind). Sie war davon so begeistert, dass sie das Projekt 1996 als „Weihnachten im Schuhkarton“ in Deutschland einführte. Bei dem Projekt werden Geschenkpäckchen an bedürftige Kinder übergeben.

Mit dem Bundesverdienstkreuz geehrt

Im November 2004 – fünf Wochen vor ihrem Ruhestand – stürzte Bärend, die allein lebte, in ihrer Wohnung in Berlin schwer. Seitdem war sie vom Hals abwärts gelähmt. 2005 wurde sie für ihr herausragendes christliches und soziales Engagement mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.

Auch wenn sie seit dem Unfall auf einen Rollstuhl angewiesen sei, habe ihr Glaube an Gott keinen Schaden erlitten, bekannte sie. Vielmehr erlebe sie Gott intensiver und stärker als je zuvor.

9,4 Millionen Päckchen aus Deutschland

„Samaritan’s Purse“ würdigte Bärend als Mutter von „Weihnachten im Schuhkarten“: „Ihr Herz schlug für Jesus und seine Menschen und für nichts sonst.“ Der Evangelist Franklin Graham (Charlotte/US-Bundesstaat North Carolina), der auch als Präsident von „Samaritan’s Purse“ und der internationalen Billy-Graham-Gesellschaft (Billy Graham Evangelistic Association) amtiert, würdigte Bärend als „liebe Freundin, die wir sehr vermissen werden“. Sie habe einen großen und nachhaltigen Einfluss auf die Verbreitung des Evangeliums.

Im vergangenen Jahr erhielten mehr als 10,5 Millionen bedürftige Kinder in aller Welt ein Geschenkpaket der Aktion, 15 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Im deutschsprachigen Raum kamen 2021 mehr als 389.300 zusammen (Vorjahr: 396.300). Seit 1993 wurden den Angaben zufolge weltweit über 196 Millionen Schuhkartons mit Geschenken an Kinder in über 160 Ländern und Regionen verteilt, davon über 9,4 Millionen aus Deutschland.

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