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Menschenrechte

Israel: World Vision-Mitarbeiter schuldig gesprochen

16.06.2022

Der Palästinenser Mohammed El-Halabi. Foto: Privat
Der Palästinenser Mohammed El-Halabi. Foto: Privat

Beer Sheva (IDEA) – Ein Bezirksgericht in der israelischen Stadt Beer Sheva hat einen Mitarbeiter des christlich-humanitären Kinderhilfswerks World Vision wegen Terrorvorwürfen schuldig gesprochen. Das berichtet die Nachrichtenagentur Associated Press.

Dem Palästinenser Mohammed El-Halabi wird vorgeworfen, Spenden in Höhe von umgerechnet 45 Millionen Euro veruntreut und damit den bewaffneten Arm der radikalislamischen Hamas unterstützt zu haben. Die Gelder sollen unter anderem zum Tunnelbau und zum Waffenkauf verwendet worden sein.

Der israelische Inlandsgeheimdienst hatte ihn deswegen 2016 verhaftet. El-Halabi und World Vision bestreiten die Vorwürfe. Der Prozess war nicht öffentlich. El-Halabis Verteidiger kündigte an, Berufung einzulegen. Nach seinen Angaben hatte sein Mandant ein Geständnis abgelegt, das aber unter Zwang zustande gekommen sei. Das Gericht habe es trotzdem als glaubwürdig gewertet.

World Vision übte in einer Stellungnahme Kritik an dem Schuldspruch. In dem Prozess habe es „Unregelmäßigkeiten und einen Mangel an stichhaltigen, öffentlich zugänglichen Beweisen“ gegeben. Die Organisation unterstütze die Absicht Berufung einzulegen und fordere ein faires und transparentes Berufungsverfahren.

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