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Fünf Jahre Arche Hamburg-Billstedt: 400 junge Menschen betreut

20.10.2021

Der Schauspieler Peter Lohmeyer war Ehrengast bei der Jubiläumsfeier. Foto: Arche Billstedt
Der Schauspieler Peter Lohmeyer war Ehrengast bei der Jubiläumsfeier. Foto: Arche Billstedt

Hamburg (IDEA) – Das christliche Kinder- und Jugendwerk „Die Arche“ gibt es seit fünf Jahren im Hamburger Stadtteil Billstedt. Seitdem wurden dort 400 Kinder und Jugendliche aus benachteiligten Familien betreut. 40 von ihnen haben einen Schulabschluss geschafft und eine Lehrstelle gefunden. Ehrengast bei der Geburtstagsfeier am 19. Oktober war der Schauspieler Peter Lohmeyer. Er würdigte die Arbeit des Werks. Wie er sagte, stammt er selbst aus einer Pastorenfamilie. Sein Vater habe sich viel um Benachteiligte gekümmert und als Gäste willkommen geheißen. Deshalb wisse er, wie wichtig intensive Zuwendung sei.

Aus Gästen werden Mitarbeiter

Der zuständige Regionalleiter der Arche, Tobias Lucht, sagte der Evangelischen Nachrichtenagentur IDEA, dass sich zehn der ehemaligen jugendlichen Gäste inzwischen selbst ehrenamtlich für das Hilfswerk engagieren. Wöchentlich kämen bis zu 250 Kinder und Jugendliche. Die Arche biete ihnen täglich eine kostenlose Mahlzeit, Hilfe bei den Hausaufgaben und ein Freizeitprogramm. Wichtig seien die Mitarbeiter als verlässliche Bezugspersonen. Sie ermutigten die Jugendlichen, ihre Stärken und Fähigkeiten zu entdecken und Selbstvertrauen zu entwickeln.

Auch Muslime singen christliche Lieder

Wie Lucht weiter sagte, versteht sich das Werk bewusst als christliches Hilfswerk. Bei den wöchentlichen Kinderpartys gebe es Bewegungslieder mit christlichen Inhalten. Auch Kinder aus muslimischen Familien machten dabei gerne mit. Ihren Eltern gefalle es, dass man in dem Werk überhaupt über Gott spreche. Lucht: „Einige Kinder sind mit Gott und Jesus Christus in Berührung gekommen.”

Dass die Arbeit der Arche sinnvoll sei, habe eine Studie der Unternehmensberatung Boston Consulting Group im Jahr 2018 gezeigt, in der 100 Jugendliche zwei Jahre lang begleitet worden waren. Jugendliche der Arche hätten einen höheren Bildungsabschluss erzielt und seien weniger häufig straffällig geworden als Gleichaltrige aus denselben sozialen Brennpunkten ohne diese Betreuung. Insgesamt hätten sie einen 20-fachen „Mehrwert“ erzielt.

Corona-Maßnahmen führen zu Depressionen

Zu schaffen macht den Kindern und Jugendlichen Lucht zufolge die Corona-Pandemie. Es gebe schulische Defizite, aber auch Erschöpfungsanzeichen und Depressionen. Einige Kinder hätten Suizid-Gedanken. Sie vermittele man an entsprechend qualifizierte Therapeuten.

Ziel der Arche sei es, die Arbeit für die 13- bis 19-Jährigen auszubauen und eine weitere Stelle für Betreuer zu schaffen. In Billstedt gibt es bisher vier hauptamtliche Mitarbeiter, die von Ehrenamtlichen unterstützt werden. Darüber hinaus gibt es im Stadtteil Jenfeld seit 2005 eine weitere Arche, der nun auch neu eine Kindertagesstätte mit 66 Plätzen angeschlossen ist. Die Arbeit wird überwiegend aus Spenden finanziert.

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