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FDP-Ehrenvorsitzender: Luthers Denken steht der FDP nah

16.07.2021

Der FDP-Ehrenvorsitzende, Hermann Otto Solms. Foto: www.hosolms.abgeordnete.fdpbt.de
Der FDP-Ehrenvorsitzende, Hermann Otto Solms. Foto: www.hosolms.abgeordnete.fdpbt.de

Lich (IDEA) – Das freiheitliche Denken Martin Luthers (1483–1546) „steht der FDP nah“. Davon ist ihr Ehrenvorsitzender, Hermann Otto Solms (Lich bei Gießen), überzeugt. Der Protestant äußerte sich in einem Interview, das am 16. Juli in mehreren Zeitungen veröffentlicht wurde, darunter der Wetzlarer Neuen Zeitung.

Solms zufolge wäre Luther heute aber wohl nicht Mitglied der FDP: „Er hat sich schließlich an alle Menschen gerichtet und nicht nur an eine einzelne Gruppe.“ Zur Frage, welche Rolle Religion für ihn spielt, sagte der 80-Jährige: „Unsere Mutter hat uns protestantisch erzogen.“ Er sehe die Reformation als Vorläufer der Aufklärung. Auch Luther sei es um eigenverantwortliches Handeln der Menschen gegangen.

Solms: „Das hat meine Erziehung geprägt, und das sehe ich auch heute nicht als überholt an.“ Der Adlige – sein voller Name lautet Hermann Otto Prinz zu Solms-Hohensolms-Lich – äußerte sich zum besonderen Bezug seiner Familie zu Luther: „Unser Ahne Graf Philipp zu Solms-Lich war einer der engsten politischen und persönlichen Berater des sächsischen Kurfürsten Friedrich des Weisen.“

Graf Philipp (1468–1544) habe Luther 1521 freies Geleit durch seine Grafschaft gegeben, nachdem dieser auf dem Wormser Reichstag für vogelfrei erklärt worden war. Anschließend habe Friedrich der Weise (1463–1525) Luther auf die Wartburg „entführen“ lassen und so vor dem Zugriff der römischen Kirche geschützt. Man könne davon ausgehen, dass Philipp und Friedrich das vermutlich gemeinsam geplant hätten.

Solms war von 1991 bis 1998 Vorsitzender der FDP-Bundestagsfraktion und langjähriger Schatzmeister der Partei. Von 1998 bis 2013 amtierte er als Vizepräsident des Parlaments, dem er noch bis September angehören wird.

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