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EKD-Synode für Tempolimit in der evangelischen Kirche

09.11.2022

Die 13. Synode der EKD fand vom 6. bis 9. November in Magdeburg statt. Foto: EKD
Die 13. Synode der EKD fand vom 6. bis 9. November in Magdeburg statt. Foto: EKD

Magdeburg (IDEA) – Mit zahlreichen Beschlüssen ist die EKD-Synode am 9. November in Magdeburg zu Ende gegangen. So äußerten sich die 128 Synodalen zum russischen Angriffskrieg in der Ukraine. Dieser müsse so schnell wie möglich beendet werden. Am Ende müssten Verhandlungen stehen mit dem Ziel, dass sich die russischen Truppen zurückziehen und die Souveränität der Ukraine wiederhergestellt wird. Nur so werde deutlich, dass militärische Aggression nicht belohnt werde.

Ferner hält die Synode es für geboten, „bei allen Pkw-Fahrten im kirchlichen Kontext ein Tempolimit von 100 km/h auf Autobahnen und 80 km/h auf Landstraßen einzuhalten, um Treibhausgas-Emissionen spürbar zu reduzieren“. Das EKD-Kirchenamt solle dafür eine öffentlichkeitswirksame Kampagne veranlassen. Zudem sprach sich die Synode dafür aus, dass die EKD in allen Gliedkirchen und Einrichtungen bis zum Jahr 2035 klimaneutral werden soll.

In einem weiteren Beschluss sprach sich die Synode für die volle rechtliche Gleichstellung von Einwanderern mittels Einbürgerung aus. Zudem solle grundsätzlich die doppelte Staatsbürgerschaft ermöglicht werden. Außerdem fordert die Synode dazu auf, die Rechte von Betroffenen sexueller Gewalt in Verhandlungen vor kirchlichen Gerichtshöfen zu stärken. So sollten sie in Verhandlungen anwesend sein dürfen und ein Fragerecht erhalten. Zudem bittet die Synode den Rat der EKD, „Szenarien für verschiedene Formen der Zugehörigkeit zur evangelischen Kirche vorzulegen, zu evaluieren und zukunftsorientiert weiterzuentwickeln“.

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