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Pietistisch geprägt: Ex-Ministerpräsident Günther Beckstein ist 80

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Der bayerische Ex-Ministerpräsident Günther Beckstein. Foto: IDEA/Romy Schneider
Der bayerische Ex-Ministerpräsident Günther Beckstein. Foto: IDEA/Romy Schneider

Nürnberg (IDEA) – Der erste evangelische Ministerpräsident Bayerns nach dem Zweiten Weltkrieg, Günther Beckstein (CSU), vollendet am 23. November sein 80. Lebensjahr.

Am 9. Oktober 2007 war Beckstein an die Spitze des Freistaates gewählt worden. Ein Jahr später trat der pietistisch geprägte Christ nach den schweren Verlusten der CSU bei der Landtagswahl 2008 zurück. Bis dahin war der Franke seit 1974 ununterbrochen Mitglied des Bayerischen Landtags. Von 1993 bis 2007 amtierte er als bayerischer Innenminister.

Beckstein ist seit seiner Jugend in der Kirche engagiert. Als 13-Jähriger trat er in den CVJM Nürnberg ein. Dort wurde er nach eigenen Angaben geprägt und hatte ein Bekehrungserlebnis. Von 1993 bis 2015 gehörte Beckstein der Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) an. Sechs Jahre lang war er Vizepräses des Kirchenparlaments (2009 bis 2015).

Beckstein erinnerte Christen wiederholt an ihren missionarischen Auftrag. Sie sollten ihren Glauben stärker in die Gesellschaft einbringen und evangelistische Impulse setzen. Die Kirche kritisierte er dafür, dass sie Muslime in unserem Land nicht „missionieren“ wolle.

Man schulde diesen Menschen „das Zeugnis des christlichen Glaubens“. Er habe weniger Angst vor einer Islamisierung als vor einer Entchristlichung. Beckstein ist seit 50 Jahren mit Marga verheiratet. Sie haben drei erwachsene Kinder.

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