Menschenrechte

Christliche Menschenrechtler: Vergesst den Krieg im Jemen nicht!

Lesezeit: 2 min

Jemeniten stehen in den Trümmern eines Hauses, das durch Bomben zerstört wurde. Foto: Picture Alliance/Yahya Arhab
Jemeniten stehen in den Trümmern eines Hauses, das durch Bomben zerstört wurde. Foto: Picture Alliance/Yahya Arhab

Konstanz (IDEA) – Die christliche Menschenrechtsorganisation Hoffnungszeichen (Konstanz) hat dazu aufgerufen, den seit sieben Jahren andauernden Krieg im Jemen nicht zu vergessen. Anlass ist der Internationale Tag der Menschenrechte am 10. Dezember. In dem Krieg kämpft eine von Saudi-Arabien geführte Allianz arabischer Staaten mit den jemenitischen Regierungstruppen gegen die Huthi-Rebellen, die vom Iran unterstützt werden. Seit Beginn des Konflikts wurden nach UN-Angaben bereits rund 380.000 Menschen getötet.

Laut Hoffnungszeichen sind im Jemen vor allem Frauen und Kinder Menschenrechtsverletzungen ausgesetzt. Dazu gehörten Vergewaltigungen, Verschleppung, Folter sowie Zwangs- und Frühverheiratung jemenitischer Mädchen und Frauen. Außerdem verschlimmere sich durch den Krieg die Hungerkrise im Land. Laut dem Welternährungsprogramm der UN haben derzeit 19 Millionen Menschen im Jemen nicht ausreichend zu essen.

Der Menschenrechtsvorstand der Organisation, Klaus Stieglitz, erklärte: „Trotz aller Hindernisse bleibt Hoffnungszeichen mit seinen lokalen Partnern vor Ort aktiv. Gemeinsam wollen wir die Menschenwürde der jemenitischen Bevölkerung wieder in den Fokus der Aufmerksamkeit rücken, um sie so in ihren Rechten und Bedürfnissen zu stärken.“ Die Organisation engagiert sich ferner mit Entwicklungsprojekten und für Menschenrechte vor allem in Äthiopien, Kenia, im Südsudan und in Uganda. Im Jemen ist der Islam Staatsreligion.

Von den über 30,2 Millionen Einwohnern sind 99,2 Prozent Muslime. Die Zahl der Christen wird auf 16.000 geschätzt. Der Jemen steht im Weltverfolgungsindex des Hilfswerks Open Doors auf Platz fünf der Länder, in denen Christen am stärksten verfolgt werden.

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