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Christen ermutigen Menschen im Flutgebiet

01.12.2021

Rund 500 Weihnachtsbäume sowie Dekoration sollen an Flutopfer verteilt werden. Symbolfoto: unsplash.com
Rund 500 Weihnachtsbäume sowie Dekoration sollen an Flutopfer verteilt werden. Symbolfoto: unsplash.com

Sinzig/Bad Neuenahr-Ahrweiler (IDEA) – Christen aus ganz Deutschland haben zum Advent Aktionen gestartet, um die von der Flutkatastrophe Betroffenen in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz zu ermutigen. So erhielt die Evangelische Kirchengemeinde Sinzig eine Spende von 30 Herrnhuter Sternen aus Sachsen. Das teilte die Evangelische Kirche im Rheinland (Düsseldorf) auf ihrer Internetseite mit. Die Sinziger Pfarrerinnen Kerstin Laubmann und Johanna Kuhn verteilen die Sterne in der Gemeinde, um „Licht für die leeren, dunklen Fenster in den Sinziger Straßenzügen“ zu bringen.

Organisiert wurde die Aktion von dem früheren Superintendenten des Kirchenbezirks Leipziger Land, Matthias Weismann. In den kommenden Wochen sollen weitere Sterne nach Sinzig geschickt werden. Die Evangelisch-Lutherische St.-Martins-Kirchgemeinde Oberlungwitz und die Evangelisch-Lutherische Marienkirchgemeinde Gersdorf haben zugesagt, die Aktion mit Kollekten zu unterstützen.

Rheinische Kirche und Diakonie schicken Hilfsteams

Die rheinische Kirche und die Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe (Düsseldorf/Münster) haben „Hilfe-Teams“ ausgesandt, die in den kommenden Monaten Betroffene in den Flutgebieten sozialdiakonisch und seelsorgerlich betreuen sollen.

In den rheinland-pfälzischen Regionen Ahrtal und Trier/Eifel sind 14 Mitarbeiter unterwegs, in den nordrhein-westfälischen Regionen Stolberg, Eschweiler, Euskirchen, Bonn/Voreifel, Erftstadt, Bergisches Land und Hagen/Sauerland 21 Mitarbeiter. Sie sollen unter anderem dabei helfen, Anträge auf staatliche Hilfen für den Wiederaufbau von zerstörten Wohnhäusern zu stellen, erklärte Diakonie-Vorstand Christian Heine-Göttelmann.

Hilfswerke starten Plakatkampagne

Die christlichen Hilfsorganisationen Samaritan’s Purse (Die Geldbörse des Smariters; Berlin) und To All Nations (Zu allen Nationen; Bornheim bei Bonn) haben eine Plakataktion gestartet, um im Flutgebiet zur dunklen Jahreszeit Hoffnung zu geben. Auf über 50 Großflächenplakaten verbreiten sie ermutigende christliche Botschaften wie „Ich bin da. Ich schicke dir Hilfe – Gott“ oder „Ich bleibe. Bei dir. – Gott“.

Begleitend zu der Aktion können Interessierte sich auf der Internetseite hoffnung-finden.de über Hilfsangebote vor Ort informieren. Die beiden Hilfsorganisationen haben in den vergangenen Monaten über 9.000 Einsätze von freiwilligen Helfern an über 1.300 Orten koordiniert.

Caritas verteilt Geschenke

Die katholischen Caritasverbände Ahrweiler und Borken haben eine Geschenkaktion für Kinder im Flutgebiet gestartet. Laut einem Bericht des Südwestrundfunks lassen sie die Kinder Wunschzettel ausfüllen. Mitte Dezember sollen die Geschenke verteilt werden.

Darüber hinaus gebe es zahlreiche Privatinitiativen, die Weihnachtsaktionen in den betroffenen Gebieten durchführen. So veranstaltet eine Gruppe von Frauen aus Baden-Württemberg einen Weihnachtsmarkt in dem vom Hochwasser schwer geschädigten Eifeldorf Schuld. Ähnliche Veranstaltungen sind in den Ortschaften Mayschoß, Sinzig und Bad Neuenahr-Ahrweiler geplant. Eine private Initiative von der Ostalb wolle ein Weihnachtsfest für alle Bürger aus Schuld veranstalten.

Im Internet habe sich auch ein Team vernetzt, das gespendete Weihnachtsbäume und Dekoration sammelt und am ersten Dezemberwochenende ins Ahrtal bringt. Sie wolle rund 500 Weihnachtsbäume an Familien verteilen.

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