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Hermann Binkert: „Nehmt das Erste Gebot wieder ernst!“

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INSA-Geschäftsführer Hermann Binkert bei seinem Vortrag beim IDEA-Jahresempfang. Foto: IDEA/senses-matthiasschmitt.de
INSA-Geschäftsführer Hermann Binkert bei seinem Vortrag beim IDEA-Jahresempfang. Foto: IDEA/senses-matthiasschmitt.de

„Nehmt das Erste Gebot wieder ernst!“ Dazu hat der Gründer und Geschäftsführer des Meinungsforschungsinstituts INSA Consulere, Hermann Binkert (Erfurt), auf dem diesjährigen IDEA-Jahresempfang in Wetzlar am 28. Januar aufgerufen. Es sei wichtig, den Menschen in Deutschland zu erklären, wieso der christliche Glaube relevant sei.

Gott sei ein liebender Gott, das stimme. Er erwarte allerdings auch, geehrt zu werden, wie aus dem Ersten Gebot hervorgehe. „Du sollst keine anderen Götter haben neben mir“, heiße es dort (2. Mose 20,3). Diesem einen Gott gehöre die Ehre. Auch die Kirchen versäumten es heute oft, dies zu lehren.

Ebenso müsse das christliche Fundament in der Gesellschaft gestärkt werden, um die freiheitlich-demokratische Grundordnung zu garantieren. Bundeskanzler Helmut Kohl (1930–2017) habe einst gesagt, die zweite deutsche Demokratie stehe in der Gefahr, durch Sattheit, Trägheit und moralische Gleichgültigkeit zerstört zu werden. Diese Analyse sei heute aktueller denn je.

Zum Christentum gebe es in der heutigen Gesellschaft keine Gegnerschaft, sondern eher Gleichgültigkeit. Dies führe dazu, dass einige Menschen offen für die christliche Botschaft seien, aber vielen scheine sie irrelevant.

Auch getaufte, aber ausgetrete Kirchenmitglieder ansprechen

Wie Binkert später in seinem Vortrag erklärte, seien 73 Prozent der Deutschen zwar getauft, aber viele hätten sich aus der Kirche verabschiedet. 20 Prozent der Kirchenmitglieder überlegten aus der Kirche auszutreten. Dies erfordere ein Umdenken. Er regte an, dass die Kirchen nicht nur die formellen Mitglieder, sondern alle Getauften ansprechen sollten – einschließlich derjenigen, die aus der Kirche ausgetreten seien.

Umgekehrt könnten sich 8 Prozent der Nicht-Kirchenmitglieder vorstellen in eine Kirche einzutreten. Bei den unter 30-Jährigen seien es sogar 16 Prozent. 17 Prozent der Befragten wünschten sich von Politikern, dass sich diese an der Bibel orientierten.

Befragungen zur Glaubenspraxis der Christen zeigten, dass nur knapp jeder zweite Christ regelmäßig bete. Ein Christ, der nicht betet, sei allerdings wie jemand der einen Führerschein besitze, aber nicht Autofahren könne, so Binkert.

Zur IDEA-Gruppe gehören neben der Evangelischen Nachrichtenagentur IDEA der Kongress Christlicher Führungskräfte (KCF) und die Medienagentur zeichensetzen.

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