Medien
Annegret Adamczak als neue IDEA-Vorsitzende eingeführt
29.01.2026

Die Finanzwirtin Annegret Adamczak (Zwönitz/Erzgebirge) ist am 28. Januar in Wetzlar feierlich in ihr Amt als Vorstandsvorsitzende der Evangelischen Nachrichtenagentur IDEA eingeführt worden. Der IDEA-Vorstand hatte die 56-Jährige im vergangenen November einstimmig an die Spitze des Trägervereins gewählt. Sie ist damit die erste Frau und die erste Ostdeutsche in diesem Ehrenamt. Sie trat zum 1. Januar die Nachfolge von Helmut Matthies (Brandenburg an der Havel) an, der ein halbes Jahrhundert für IDEA tätig war, davon fast 40 Jahre als Leiter und acht Jahre als Vorsitzender. Der 75-Jährige fungiert jetzt als Ehrenvorsitzender.
Die Einsegnung von Adamczak im Rahmen des IDEA-Jahresempfangs nahm der stellvertretende IDEA-Vorsitzende, Pfarrer Martin Scheuermann (Schwäbisch Gmünd), vor. Er wünschte der neuen Vorsitzenden Gottes reichen Segen, Weisheit, viel Kraft und Profil. Der Theologe sprach ihr den Bibelvers zu „Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht, sondern der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit“ (2. Timotheus 1,7).
Wie Adamczak sagte, hat sie im Erzgebirge bereits als Kind in ihrer Familie Bibellesen und Gebet kennengelernt. Bei einer Kinderfreizeit habe sie sich für den christlichen Glauben entschieden. Sie besuchte die Christenlehre und wurde konfirmiert. Weil sie in der DDR die Jugendweihe ablehnte, durfte sie nicht studieren. Adamczak absolvierte daraufhin eine Ausbildung zur Wirtschaftskauffrau. Sie gehört seit 2008 zum IDEA-Trägerverein und seit 2019 zum Vorstand.
Nach ihren Worten hat sie IDEA persönlich viel zu verdanken. Das Medienwerk sei eine „stabile Größe“ und vertrete in seiner Berichterstattung deutlich christliche Werte. Für die weitere journalistische Entwicklung gehe es um die Frage: „Welche Formate sind als Nächstes dran?“ Um die Aufgaben zu meistern, komme es darauf an, die richtigen Leute in den Netzwerken zu haben.

Matthies steht für „Jesus-Zentriertheit“
Freunde und Weggefährten von Matthies würdigten dessen Lebenswerk. Scheuermann stellte unter anderem dessen „Jesus-Zentriertheit“ in Arbeit und Leben heraus. Sein zentrales Anliegen sei es immer gewesen, sich zu Jesus zu bekennen in Wort und Tat. Er habe auch stets betont, dass sich jeder einmal im Jüngsten Gericht vor Gott verantworten müsse. Auf die Frage, was er als größtes Unglück ansehe, habe er einmal geantwortet: in der Hölle landen. Als größten Traum vom Glück habe er das „himmlische Paradies“ genannt.
Wie Scheuermann weiter sagte, hat Matthies immer wieder Themen gesetzt und Ansichten vertreten, die der Mehrheitsmeinung widersprachen oder in der Debatte zu kurz kamen. Als Beispiele nannte er unter anderem seinen Einsatz gegen Abtreibung, die Christenverfolgung und für die Aufarbeitung der Stasi-Problematik.

Lieberknecht: Er setzte sich unbeirrt für die deutsche Einheit ein
Die frühere thüringische Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht (CDU) würdigte sein Eintreten für die deutsche Einheit. Er habe zu den wenigen gehört, der in der Zeit der Teilung „unbeirrt immer für die deutsche Wiedervereinigung gestanden hat“. Fünf Wochen vor dem Mauerfall am 9. November 1989 habe er in einem Leitartikel getitelt „Wiedervereinigung – was sonst?“. Dafür hätten ihn viele als Ewiggestrigen und Revanchisten gebrandmarkt.

Inacker: IDEA ist das Salz in der Suppe der Demokratie
Der Manager und Journalist Michael J. Inacker (Kleinmachnow bei Berlin) lobte den Mut, die Tapferkeit und die Glaubensstärke von Matthies. Zugleich würdigte er den Beitrag von IDEA für die Diskussionskultur: „IDEA ist das Salz in der Suppe unserer Demokratie.“
Der Verleger Norman Rentrop (Bad Godesberg) sagte in einer Videobotschaft, Matthies habe IDEA und auch ihn selbst über Jahrzehnte geprägt. Er charakterisierte den Theologen als Menschenfischer und Brückenbauer.
Der Geschäftsführer des Markt- und Sozialforschungsinstituts INSA-Consulere, Hermann Binkert (Erfurt), erklärte: „Helmut Matthies ist einer der stärksten Meinungsbildner, die ich kenne.“
Der Fassadenkünstler Marco Brzozowski (Premnitz) würdigte Matthies als empathisch und immer an Menschen interessiert. Er begleite, unterstütze und fördere viele. Er sei dankbar, Matthies seit 20 Jahren seinen Freund nennen zu können, so Brzozowski.
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