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Orthodoxer Bischof würdigt Konzil von Nizäa bei Allianzkonferenz

31.07.2025

Der griechisch-orthodoxe Bischof Emmanuel von Christoupolis mit der Ikone der Konzilsväter bei Allianzkonferenz in Bad Blankenburg. Foto: IDEA/Daniela Städter
Der griechisch-orthodoxe Bischof Emmanuel von Christoupolis mit der Ikone der Konzilsväter bei Allianzkonferenz in Bad Blankenburg. Foto: IDEA/Daniela Städter

Der griechisch-orthodoxe Bischof Emmanuel von Christoupolis hat die Bedeutung des ökumenischen Konzils von Nizäa im Jahr 325 gewürdigt. Er äußerte sich am 31. Juli in einem Seminar auf der 129. Allianzkonferenz im thüringischen Bad Blankenburg.

Das Konzil vor 1.700 Jahren mahne zur Nächstenliebe und zur Annahme des Bruders und der Schwester, so Bischof Emmanuel: „Es erinnert uns daran, dass wir eine gemeinsame Basis haben.“ Hintergrund: Das Nizänische Glaubensbekenntnis zum Dreieinen Gott geht auf das ökumenische Konzil von Nizäa im Jahr 325 zurück.

Bischof Emmanuel hatte zudem eine Ikone (Heiligenabbildung) der Konzilsväter nach Bad Blankenburg mitgebracht. Sie war eigens zur Erinnerung an dieses erste ökumenische Konzil der Christenheit angefertigt worden. Das Bild befindet sich derzeit auf einer „Pilgerreise“ durch Deutschland. Bad Blankenburg war die 32. von insgesamt 42 Stationen.

Bischof Emmanuel berichtete, dass er einer der Diakone der Ikone sei und sie bei der Reise durch Deutschland begleite. Sie sei unter anderem in Augsburg, Trier, München und im sächsischen Ehrenfriedersdorf (Erzgebirgskreis) gewesen.

Die Veranstaltung in der dortigen Kirchgemeinde St. Niklas sei die erste große Veranstaltung in einer evangelischen Gemeinde gewesen. Bischof Emmanuel ist Beauftragter der Orthodoxen Bischofskonferenz in Deutschland am Sitz der Bundesregierung.

Die Bibel- und Glaubenskonferenz der Evangelischen Allianz in Deutschland (EAD) steht in diesem Jahr unter dem Motto „Focus Jesus“ und dauert bis zum 3. August. Die Evangelische Allianz wurde 1846 in London gegründet. In Deutschland gibt es heute an rund 900 Orten Allianzkreise.

Das Nizänische Glaubensbekenntnis

Das Glaubensbekenntnis von Nizäa gilt als ökumenisches Bekenntnis. Es verbindet mehr Kirchen aus unterschiedlichen Konfessionen als jedes andere Glaubensbekenntnis. Im Zentrum des Textes steht die Dreieinigkeit Gottes, der sich in drei Gestalten zeigt: als Vater, Sohn und Heiliger Geist. Es wurde 325 auf dem Konzil in Nizäa (Iznik/Türkei) beschlossen und 381 auf dem Konzil in Konstantinopel (Istanbul/ Türkei) ergänzt.

Wir glauben an den einen Gott, den Vater, den Allmächtigen, der alles geschaffen hat, Himmel und Erde, die sichtbare und die unsichtbare Welt.
Und an den einen Herrn Jesus Christus, Gottes eingeborenen Sohn, aus dem Vater geboren vor aller Zeit: Gott von Gott, Licht vom Licht, wahrer Gott vom wahren Gott, gezeugt, nicht geschaffen, eines Wesens mit dem Vater; durch ihn ist alles geschaffen.
Für uns Menschen und zu unserm Heil ist er vom Himmel gekommen, hat Fleisch angenommen durch den Heiligen Geist von der Jungfrau Maria und ist Mensch geworden. Er wurde für uns gekreuzigt unter Pontius Pilatus, hat gelitten und ist begraben worden, ist am dritten Tage auferstanden nach der Schrift und aufgefahren in den Himmel. Er sitzt zur Rechten des Vaters und wird wiederkommen in Herrlichkeit, zu richten die Lebenden und die Toten; seiner Herrschaft wird kein Ende sein.
Wir glauben an den Heiligen Geist, der Herr ist und lebendig macht, der aus dem Vater und dem Sohn hervorgeht, der mit dem Vater und dem Sohn angebetet und verherrlicht wird, der gesprochen hat durch die Propheten, und die eine, heilige, christliche und apostolische Kirche. Wir bekennen die eine Taufe zur Vergebung der Sünden. Wir erwarten die Auferstehung der Toten und das Leben der kommenden Welt.

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