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Kommentar
15. August 2018

Was Menschen wirklich von der Predigt erwarten

Die Zahl der Gottesdienstbesucher in den Landeskirchen ist weiter rückläufig. Warum gehen immer weniger Menschen in die Kirche? Predigen Pfarrer an den Mitgliedern vorbei? Wissen die Hirten nicht mehr, was die Schäfchen brauchen? Matthias Brender, Geschäftsführer des überkonfessionellen, christlichen Fernsehsenders Bibel TV, plädiert dafür, dass Prediger genauer hinschauen, was die Menschen umtreibt. Er hat dazu im Rahmen seiner IGW-Abschlussarbeit eine Marktstudie durchgeführt, die zeigt, welche Predigten sich Menschen anhören, wenn sie frei auswählen können.

Das Denken in Angebot und Nachfrage, in Markt und Wettbewerb, ist in der konservativen Theologie verpönt. Denn Gott ist einmalig und unverfügbar, er lässt sich nicht in unsere BWL-Methoden zwängen. Doch das stimmt für die praktische Theologie nur, wenn wir unseren eigenen menschlichen Anteil an der Verkündigung verdrängen: Denn bei Glaube und Kirche gibt es immer einen Teil, den Gott schenkt, und einen Teil, für den er uns Menschen die Verantwortung übertragen hat. Gottes Anteil ist wunderbar, einmalig und unvergleichlich. Dagegen ist unser menschlicher Anteil an der Verkündigung mal gut, mal schlecht, aber immer in einem Wettbewerb vergleichbar, in dem wir uns von anderen Sinn-...

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