Frei-/Kirchen
Sondertrikot: Dynamo Dresden und Frauenkirche starten Kooperation
Die Dresdner Frauenkirche feierte den 300. Jahrestag ihrer Grundsteinlegung. Zu diesem Anlass hat die Stiftung eine Kooperation mit dem Fußball-Zweitligsten Dynamo Dresden gestartet. Dazu gehört der Verkauf eines besonderen Trikots.
Lesezeit: 3 min
Anlässlich des 300. Jahrestags der Grundsteinlegung der Dresdner Frauenkirche widmete der Fußball-Zweitligist SG Dynamo dem Gotteshaus ein Sondertrikot. Mit einer Abendveranstaltung in der Frauenkirche haben deren Stiftung und der Verein am 26. August das Jubiläum des barocken Bauwerks gefeiert. Dort stellten sie ihre Kooperation für die Saison 2026/27 vor.
Das warme Altweiß des Trikots orientiert sich nach Angaben des Vereins am Elbsandstein des Bauwerks, das schwarze Torwarttrikot nimmt Bezug auf die dunklen Steine. Kupfer- und mintfarbene Bündchen verweisen auf die metallgedeckten Elemente und deren Patina. Im Nacken steht der Bibelvers „Suchet der Stadt Bestes“ (Jeremia 29,7), auf der Innenseite das Motto „Love Dynamo – Hate Racism“ (Liebe Dynamo, hasse Rassismus). Die Buchstaben A bis G im Kragen stehen für die sieben Eingänge der Frauenkirche.
Das Trikot ist bis zum 2. September auf der offiziellen Webseite vorbestellbar. Von jedem verkauften Trikot spendet der Verein zehn Euro an die Stiftung. Erstmals getragen wird das Kleidungsstück beim Auswärtsspiel in Heidenheim am 29. August. Mitglieder des Vereins Dynamo Dresden erhalten zudem bis zum Saisonende zwei Euro Ermäßigung auf den Kuppelaufstieg der Frauenkirche.
Empfohlene redaktionelle Inhalte
An dieser Stelle finden Sie externe Inhalte von Instagram, die unser redaktionelles Angebot ergänzen. Mit dem Klick auf "Inhalte anzeigen" stimmen Sie zu, dass wir diese und zukünftige Inhalte von Instagram anzeigen dürfen. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden.
Weitere Hinweise finden Sie in unseren Datenschutzhinweisen.
Kooperation unter biblischem Leitmotiv
Unter der Botschaft „Frieden auf unseren Plätzen“ und dem biblischen Leitmotiv „Suchet der Stadt Bestes“ wollen Verein und Stiftung ein Zeichen für Verantwortung und Zusammenhalt setzen, heißt es in einer Mitteilung des Fußballvereins. Geschäftsführer Stephan Zimmermann sieht in der Zusammenarbeit einen verbindenden Impuls in die Stadtgesellschaft. „Sowohl die Frauenkirche als auch Dynamo Dresden sind eng mit der Geschichte und Identität der sächsischen Landeshauptstadt verbunden“, sagte er.
Die Geschäftsführer der Stiftung Frauenkirche, Maria Noth und Pfarrer Markus Engelhardt, sehen in Kirche und Fußballkultur „zwei Welten, die nicht selbstverständlich zusammenpassen. Und das müssen sie auch gar nicht.“ Sinn der Kooperation sei nicht Einigkeit, sondern das gemeinsame Gespräch darüber, wie man als Verein, Kirche und Stadt gemeinsam leben wolle, sagten sie in der Moderation der Abendveranstaltung.
Dresdens Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) würdigte die Kooperation in einem Grußwort. Frauenkirche und Dynamo seien Botschafter der Stadt und hätten die Kraft, Menschen unterschiedlichster Herkunft zusammenzubringen.
Andacht zu Jeremia 29
Die Pfarrerin an der Frauenkirche, Angelika Behnke, legte in einer Andacht zum Abend die Verse 7 und 11 aus Jeremia 29 aus. Der Prophet habe die nach Babylon Verschleppten aufgefordert, dort Häuser zu bauen, Gärten zu pflanzen und für die Stadt zu beten. Dieser „Gedanke des Ausstiegs aus der Spirale von Gewalt und Rache“ sei der Beginn einer guten Zukunft. Der Vers „Suchet der Stadt Bestes“ fordere den Leser dazu auf, sich um den Frieden der Stadt zu kümmern.
Zum Hintergrund: Am 26. August 1726 war der Grundstein für die von George Bähr geplante Frauenkirche gelegt worden. Nach der Zerstörung im Februar 1945 durch britische Bomber wurde sie bis 2005 wieder aufgebaut und gilt weltweit als Symbol für Frieden und Versöhnung.