Montag • 22. April
Leitungswechsel
30. März 2019

SAT-7: 2018 mindestens 25 Millionen Menschen erreicht

Die Libanesin Rita El-Mounayer (49) übernahm das Amt vom Gründer Terence Ascott (71). Foto: Sat-7
Die Libanesin Rita El-Mounayer (49) übernahm das Amt vom Gründer Terence Ascott (71). Foto: Sat-7

Paphos (idea) – Der christliche Fernsehsender SAT-7 hat 2018 zwischen 25 und 28 Millionen Menschen erreicht. Das ergab eine unabhängige Untersuchung, wie auf der Jahreskonferenz des Senders in Paphos (Zypern) bekannt wurde. Die größte Resonanz hat demnach der arabischsprachige Kanal mit 21 Millionen Zuschauern. Allein in Ägypten schauten ihn 5,2 Millionen Menschen. In Algerien schalteten 2,4 Millionen ein. Das nordafrikanische Land habe trotz des massiven Drucks auf Christen die am schnellsten wachsende christliche Gemeinschaft der gesamten arabischen Welt, hieß es. Auch der arabische Kinderkanal SAT-7 Kids erreichte mehrere Millionen Kinder mit seinem Programm: 2,5 Millionen in Ägypten, 777.000 in Algerien, 337.000 in Saudi-Arabien, 247.000 im Irak und 77.000 in Marokko. SAT-7 bietet seinen Zuschauern unterschiedliche digitale Kommunikationswege wie Facebook, YouTube, WhatsApp, SMS und E-Mail an, um mit dem Sender in Kontakt zu treten, für sich beten zu lassen oder Fragen über den christlichen Glauben zu stellen. 2018 nutzten 329.000 Zuschauer diese Möglichkeit. Das sind 40 Prozent mehr als im Vorjahr.

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Libanesische Christin ist neue Leiterin des Senders

Auf der Konferenz fand zudem der erste Leitungswechsel in der Geschichte von SAT-7 statt. Die Libanesin Rita El-Mounayer (49) übernahm das Amt vom Gründer Terence Ascott (71). El-Mounayer arbeitet seit 1996 in unterschiedlichen Positionen bei SAT-7, zuerst als Leiterin des Kinderprogramms, später als stellvertretende Programmleiterin und Geschäftsführerin des arabischsprachigen Kanals. Seit 2016 ist sie Programmchefin. In einer Stellungnahme bezeichnete sie SAT-7 als ein einzigartiges Werk: „Es erreicht viele Menschen im Mittleren Osten und Nordafrika, die sonst keine andere Möglichkeit haben, von der Liebe Gottes zu erfahren.“ Ascott tritt zwar zurück, bleibt SAT-7 aber erhalten. Er wird El-Mounayer, die neben der libanesischen mittlerweile auch die griechische Staatsbürgerschaft hat, anfangs beratend zur Seite stehen, zukünftig aber vor allem repräsentative Aufgaben übernehmen.

Die Zuschauerzahl soll weiter steigen

El-Mounayer und Ascott stellten ferner Zukunftspläne vor. So ist vorgesehen, die Zuschauerzahlen der arabischsprachigen Programme bis Ende 2022 auf 20 Millionen Erwachsene und sieben Millionen Kinder zu erhöhen. Dafür wolle man das Sendeangebot weiter ausbauen und die Verfügbarkeit über Satellit und Internet erhöhen. Geplant sei außerdem, das Schulfernsehen SAT-7 ACADEMY auszuweiten. Eine Untersuchung habe ergeben, dass Kinder, die dieses Programm sehen, ihre Lernergebnisse im Vergleich zu anderen Heranwachsenden um 20 Prozent verbessern konnten. Darüber hinaus plane man, bis 2022 alle Sender in hochauflösender Qualität HD anzubieten, in die Ausbildung der eigenen Mitarbeiter und die Nachwuchsförderung zu investieren sowie die Kommunikation mit den Zuschauern über die Sozialen Medien weiter zu verbessern. Um diese Schritte finanzieren zu können, will SAT-7 die Spendeneinnahmen von rund 13 Millionen Euro (2017) auf 24,5 Millionen Euro (2022) erhöhen. An der Jahreskonferenz nahmen 236 Vertreter aus 25 Ländern teil. SAT-7 mit Hauptsitz in Nikosia (Zypern) wurde 1995 gegründet mit dem Ziel, die christliche Botschaft im Nahen und Mittleren Osten sowie in Nordafrika zu verbreiten und Christen dort zu ermutigen. Der Fernsehsender strahlt rund um die Uhr in drei Sprachen (Arabisch, Türkisch, Farsi) auf vier Kanälen aus. Deutsche Partner sind neben dem Missionswerk DMG interpersonal (Sinsheim) auch die Liebenzeller Mission (Bad Liebenzell) und die Hilfsaktion Märtyrerkirche (Uhldingen am Bodensee).

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