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IDEA baut Digitalangebote aus
IDEA baut seine digitalen Angebote weiter aus: Ende Juni geht die neue Website idea.de online, im Herbst soll eine neue E-Paper-App folgen. Zudem setzt die Nachrichtenagentur verstärkt auf KI-Unterstützung in der Redaktion und neue Bezahlmodelle für ihre Online-Inhalte.
Lesezeit: 4 min
Die Evangelische Nachrichtenagentur IDEA treibt den Ausbau ihres digitalen Angebots voran. Der Relaunch der Internetseite idea.de wird Ende Juni live geschaltet, ein neues Bezahlmodell ist bereits gestartet, und im Oktober ist die Einführung einer neuen E-Paper-App geplant. Das berichtete die IDEA-Leitung bei der Mitgliederversammlung des Trägervereins am 10. Juni in Wetzlar.
Neue Webseite in der Programmierungsphase
Die neuen Designs für idea.de wurden von der IDEA-Medienagentur zeichensetzen entwickelt. Derzeit befindet sich das Projekt in der Programmierungsphase. Künftig wird idea.de stärker als eigenständiges Produkt verstanden und entsprechend konzeptionell weiterentwickelt. Mit dem Relaunch wolle man die Nutzerführung verbessern, Inhalte übersichtlicher präsentieren und die technischen Voraussetzungen für künftige digitale Angebote stärken, so IDEA-Leiter Dennis Pfeifer. Die Internetseite erzielte im vergangenen Jahr rund acht Millionen Aufrufe. Das entspricht seit dem Jahr 2021 fast einer Verdoppelung (4,2 Millionen). Seit dem 8. März biete IDEA seine Artikel auf idea.de auch über den Zahlungsdienst tiun an. Damit könnten Leser einzelne Plus-Artikel hinter der Bezahlschranke ohne festes Abonnement freischalten. Die Abrechnung erfolge minutengenau nach dem „Pay-per-Time“-Prinzip – derzeit mit zehn Cent pro Minute aktiver Lesezeit. Das Angebot richte sich vor allem an Gelegenheitsleser, die kein dauerhaftes Abonnement abschließen möchten. Ziel sei es jedoch, die Leser zu dauerhaften Abonnenten zu machen, so Pfeifer.
Künstliche Intelligenz im redaktionellen Einsatz
Seit Oktober 2025 arbeitet IDEA zudem mit Heise.io zusammen. Der beim Verlag „Heise“ angesiedelte Entwicklungsdienstleister hat sich auf KI-gestützte Lösungen für Verlage spezialisiert. Redakteure könnten wiederkehrende Aufgaben über KI-Modelle wie ChatGPT oder Claude erledigen lassen – etwa Beiträge für X, Facebook, Instagram oder LinkedIn.
Bei den Sozialen Medien spielt der IDEA-Leitung zufolge Instagram weiterhin die größte Rolle für die Reichweite. In den vergangenen 30 Tagen wurden die IDEA-Inhalte dort über 2,5 Millionen Mal aufgerufen. Dem Auftritt folgen über 15.000 Nutzer, vor einem Jahr waren es rund 10.000 Follower.
Derzeit werde die Einführung einer neuen E-Paper-App geprüft, so Pfeifer. Mit einem möglichen Anbieter laufen Gespräche. Die App verbindet eine klassische E-Paper-Funktion mit einer integrierten News-App und bietet die Möglichkeit, weitere digitale Inhalte wie Podcasts und Videos einzubinden. Ziel sei es, die neue Lösung im Oktober einzuführen und die bisherige App abzulösen.
IDEA-Leiterin Daniela Städter blickte auf ein Jahr voller ermutigender Entwicklungen, aber auch wachsender Herausforderungen zurück. Dankbar zeigte sie sich für den großen Zuspruch zum zweiten IDEA-Jahresempfang, die vielfältigen Begegnungen im IDEA-Netzwerk, die Freundeskreisreisen sowie die stabile Unterstützung durch Spender und Mitglieder. Besonders hob sie hervor, dass IDEA als einzige konfessionelle Nachrichtenagentur in Deutschland finanziell unabhängig von Kirchensteuermitteln arbeite. Als größte Herausforderungen nannte sie den allgemeinen Rückgang der Zahlungsbereitschaft für Medienangebote. „Wir müssen uns heute gleichzeitig auf mehreren Spielfeldern bewegen – Print, Digital, Social Media, Bewegtbild und Podcast – ohne dass die Mannschaft größer wird“, sagte Städter.
Über die Evangelische Nachrichtenagentur IDEA
IDEA wird von einem 73-köpfigen Verein getragen. Zu ihm gehören Repräsentanten aus Landes- und Freikirchen sowie freien Werken, darunter der Vorstand der Evangelischen Allianz in Deutschland, Reinhardt Schink (München/Bad Blankenburg), der Chef des Meinungsforschungsinstituts INSA, Hermann Binkert (Erfurt), der Geschäftsführer von Bibel TV, Matthias Brender (Hamburg), und der Verleger Norman Rentrop (Bonn). Die 1970 gegründete Evangelische Nachrichtenagentur IDEA informiert außer durch ihr Wochenmagazin an 365 Tagen im Jahr aktuell auf idea.de. Außerdem verantwortet sie einen wochentäglichen Pressedienst, eine Fernsehsendung (IDEA TV) sowie den Podcast „Zwischen Tür und Himmel“ und die Videoserie „KÖNIGSKINDER“. IDEA orientiert sich theologisch an der Glaubensbasis der Evangelischen Allianz in Deutschland. Zur IDEA-Gruppe gehören die Evangelische Nachrichtenagentur IDEA, der Kongress Christlicher Führungskräfte (KCF) und die IDEA-Medienagentur zeichensetzen. Die Gruppe hat rund 45 Mitarbeiter.
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