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IDEA-Mitgliederversammlung: Hoffnungszeichen in Krisenzeiten
Ein wachsendes Sozialwerk, erfolgreiche Schulprojekte und Tausende Jugendliche bei einer Missionskonferenz: Bei der IDEA-Mitgliederversammlung wurde deutlich, dass Menschen in Deutschland auf ganz unterschiedliche Weise mit dem christlichen Glauben erreicht werden.
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Inmitten zahlreicher Krisen gibt es in Deutschland auch positive christliche Entwicklungen, die Hoffnung machen. Das hoben mehrere Sprecher bei der Mitgliederversammlung des Trägervereins der Evangelischen Nachrichtenagentur IDEA am 10. Juni in Wetzlar hervor.
Der Direktor sowie geistliche Leiter des Christlichen Gästezentrums „Schönblick“, Martin Scheuermann (Schwäbisch Gmünd), berichtete vom Wachstum des christlichen Bildungs- und Sozialwerks „Aktion Hoffnungsland“. Wie der Schönblick gehört es zu „Die Apis - Evangelischer Gemeinschaftsverband in Württemberg“. Seit seiner Gründung 2019 habe das Bildungswerk viele unterschiedliche sozialmissionarische Projekte gestartet, aber auch christliche Kindergärten und Musikschulen gegründet, so Scheuermann. Zudem unterhalte es im Stuttgarter Rotlichtviertel das „HoffnungsHaus“, einen Rückzugsort für Prostituierte.
Mittlerweile habe die Organisation 100 Honorarkräfte, 60 hauptamtliche Mitarbeiter und einen Jahresumsatz von 2,9 Millionen Euro. Neben mehr als 1.000 Spendern unterstützten teilweise auch die Kommunen die Angebote von „Aktion Hoffnungsland“. Einen Grund für das Wachstum der Arbeit sieht Scheuermann darin, dass die „Apis“ sich bei der Ausrichtung des Werks an ihren frühpietistischen Wurzeln orientieren, nämlich mit christlichen Werten tief in die Gesellschaft hineinzuwirken. Scheuermann ist stellvertretender IDEA-Vorsitzender sowie Vorsitzender des von IDEA veranstalteten Kongresses Christlicher Führungskräfte (KCF).
„Brotzeit“ für Schüler in der Oberlausitz
Doreen Paul (Spittel) berichtete von ihren positiven Erfahrungen beim Projekt „Brotzeit“ an der Evangelischen Oberschule Hochkirch (Oberlausitz). Das 2022 eingeführte Angebot wendet sich an die Sechst- und Siebtklässler ihrer Schule. Über zwei Jahre hinweg kommen ihr zufolge die Kinder vierzehntägig zusammen, um gemeinsam die Bibel – das Brot des Lebens – zu entdecken. Auch Rituale wie das gegenseitige Segnen und gemeinsames Brotessen würden bewusst praktiziert, so Paul, die Mitbegründerin der Oberschule ist. Zusätzlich gebe es Treffen mit den Eltern und eine dreitägige Freizeit für die Heranwachsenden.
Am Ende stehe ein großes Fest, bei dem die Kinder gesegnet würden, und das erlernte Brotritual mit ihren Eltern erleben. Obwohl das Angebot Extrastunden in der Schule bedeute und viele der teilnehmenden Schüler sowie deren Eltern zuvor nur wenige oder gar keine Berührungspunkte mit dem christlichen Glauben oder der Bibel gehabt hätten, komme das Angebot gut an. Es ergäben sich bei den unterschiedlichen Begegnungen zahlreiche Möglichkeiten zu Glaubensgesprächen und Gebeten. 19 christliche Lehrer, Geistliche und Diakone seien ehrenamtlich an der „Brotzeit“ beteiligt.
In Bekenntnisschulen Kinder nachhaltig prägen
Der Akademieleiter des Verbandes Evangelischer Bekenntnisschulen und Kitas (VEBS), Christian Baldauf (Karlsruhe), hob die großen Chancen christlich geprägter Bildung in Deutschland hervor. Der Pädagoge zeigte sich dankbar für die vorhandenen Freiräume im Land, Kinder an Bekenntnisschulen mit der Botschaft des Evangeliums zu erreichen. Im säkularen Schulwesen hatte er nach eigenen Angaben die Erfahrung gemacht, dass es eine neutrale Pädagogik nicht gibt.
Daher ermutige er die Lehrer an Bekenntnisschulen, ihre Glaubensüberzeugungen in jedes ihrer Schulfächer einzuflechten. Studien zeigten, dass Jugendlichen Werte und Orientierung sowie Beziehungen sehr wichtig seien. Christliche Schulen hätten die Möglichkeit, ihren Schülern hier viel tiefergehende Angebote zu machen, als es staatliche Bildungseinrichtungen könnten. Hier gebe es viel Potenzial, die Heranwachsenden mit dem Evangelium zu erreichen und nachhaltig für ihr Leben zu prägen.
Vor dem Hintergrund des mitunter hohen Anteils nichtchristlicher Schüler an manchen Bekenntnisschulen mahnte Baldauf, klar in der Vermittlung der christlichen Botschaft zu bleiben. Die Vermittlung von Werten sei für diese Zielgruppe zwar ein guter Türöffner, doch man dürfe dabei nie vergessen, auf den Urheber dieser Werte zu verweisen: Jesus Christus.
JUMIKO: Lange Bibelarbeiten hoch im Kurs
Indes berichtete IDEA-Vereinsmitglied Désirée Holzäpfel (Stuttgart), Leitungsmitglied des christlichen Hilfswerkes Coworkers, über ein Wachstum bei der Jugendmissionskonferenz (JUMIKO). Die eintägige Veranstaltung findet seit 1981 regelmäßig zum Jahresanfang in den Stuttgarter Messehallen statt und ist eine Kooperation von Coworkers und dem theologisch konservativen Gesprächskreis „Lebendige Gemeinde“ der württembergischen Landeskirche. 2026 seien rund 6.000 Jugendliche zu der Veranstaltung gekommen, 2025 seien es noch rund 5.000 Teilnehmer gewesen.
Holzäpfel zufolge ist das Programmangebot einfach gehalten: Es bestehe aus Bibelarbeiten, Zeit zur Beziehungspflege und der Möglichkeit, christliche Werke und Organisationen vor Ort kennenzulernen. Umfragen unter den Jugendlichen hätten ergeben, dass sie besonders die jeweils 40-minütigen Bibelarbeiten schätzten. Rund 40 Prozent besuchten sogar alle drei an dem Tag angebotenen Veranstaltungen. Darüber zeigte sich Holzäpfel sehr dankbar. Sie rief dazu auf, Jugendliche bewusst herauszufordern und ihnen mehr zuzutrauen. Eine zu kurze Aufmerksamkeitsspanne könne sie bei den Jugendlichen nicht grundsätzlich beobachten. Es gelte stattdessen, zielgruppenspezifische Angebote zu nutzen.
Über die Evangelische Nachrichtenagentur IDEA
IDEA wird von einem 73-köpfigen Verein getragen. Zu ihm gehören Repräsentanten aus Landes- und Freikirchen sowie freien Werken, darunter der Vorstand der Evangelischen Allianz in Deutschland, Reinhardt Schink (München/Bad Blankenburg), der Chef des Meinungsforschungsinstituts INSA, Hermann Binkert (Erfurt), der Geschäftsführer von Bibel TV, Matthias Brender (Hamburg), und der Verleger Norman Rentrop (Bonn).
Die 1970 gegründete Evangelische Nachrichtenagentur IDEA informiert außer durch ihr Wochenmagazin an 365 Tagen im Jahr aktuell auf idea.de. Außerdem verantwortet sie einen wochentäglichen Pressedienst, eine Fernsehsendung (IDEA TV) sowie den Podcast „Zwischen Tür und Himmel“ und die Videoserie „KÖNIGSKINDER“. IDEA orientiert sich theologisch an der Glaubensbasis der Evangelischen Allianz in Deutschland.
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