Sonntag • 9. Dezember
Hahne
21. November 2018

Meinungsdiktatur und falscher Toleranz widerstehen

Der Bestsellerautor und ehemalige Fernsehmoderator Peter Hahne. Foto: www.peterhahne.de
Der Bestsellerautor und ehemalige Fernsehmoderator Peter Hahne. Foto: www.peterhahne.de

Dresden (idea) – Zum Widerstand gegen Meinungsdiktatur und falsche Toleranz hat der Bestsellerautor und ehemalige Fernsehmoderator Peter Hahne (Berlin) aufgerufen. „Die christlich geprägte europäische Kultur geht vor die Hunde, wenn wir nicht endlich der Diktatur des Relativismus eine Leidenschaft für die Wahrheit entgegensetzen“, sagte er am 21. November in der Dresdner Frauenkirche. Er sprach dort zum Thema „Zwischen Toleranz und Widerstand – Welche Werte wir festhalten müssen“ vor rund 500 Besuchern. Anlass war das Gesprächsforum des CDU-nahen Johann-Amos-Comenius-Clubs Sachsen. „Heute jubelt uns jede Minderheit unter dem Deckmantel der Toleranz ihre Ideologie unter, und selbst Kirchen und Parteien mit intelligenten Leuten an der Spitze fallen auf diese Meinungsdiktatur oft schon in vorauseilendem Gehorsam rein“, so Hahne. Das betreffe beispielsweise das Thema Gender, wo es in Wahrheit längst um Akzeptanz statt um Toleranz gehe. „Auch Spitzenpolitiker scheinen Toleranz mit Doppel-L zu schreiben: Sie finden alles toll“, so der Publizist weiter. Dagegen helfe nur Widerstand. Das fange bereits im Alltag an: „Für mich bleibt der Weihnachtsmarkt ein Weihnachtsmarkt und wird kein Wintermarkt.“ Ein tolerantes Europa gibt es laut Hahne nur unter dem Kreuz oder gar nicht. „Wenn Kirchen aus falscher Toleranz in ihren Kindergärten die Krippe nicht mehr auspacken, können sie gleich einpacken.“ Der ehemalige Moderator erinnerte die Besucher an Zeilen aus dem Lied „Wer Gott folgt, riskiert seine Träume“ des ehemaligen Evangelisten und Pfarrers Theo Lehmann (Chemnitz): „Die Mächtigen kommen und gehen … bleiben wird nur, wer auf Gottes Wort baut.“

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Hähle: Meinungen gehen mehr denn je auseinander

Der Ehrenpräsident des Clubs und ehemalige Vorsitzende der CDU-Fraktion des Sächsischen Landtages, Fritz Hähle (Chemnitz), vertrat die Ansicht, dass die Meinungen in der Gesellschaft heute mehr denn je auseinandergehen. „Es gibt einen vielstimmigen Chor von Welterklärern, der über die Medien täglich auf uns einstürmt.“ Hier versuchten die Gesprächsforen des Comenius-Clubs, „Antworten zu geben auf der Grundlage dessen, was Christen glauben und woran wir uns orientieren“. Der seit 1996 bestehende Comenius-Club Sachsen ist eine Veranstaltungsreihe der CDU-Fraktion im sächsischen Landtag, die zweimal jährlich stattfindet.

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