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Uwe Holmer bei KÖNIGSKINDER: Wie ich Honecker vergab

Lesezeit: 2 min

Pastor Uwe Holmer. Foto: creedoo/ Daniel Höly
Pastor Uwe Holmer. Foto: creedoo/ Daniel Höly

Wetzlar (IDEA) – Er wurde Anfang 1990 über Nacht berühmt, weil er den früheren DDR-Staatsratsvorsitzenden Erich Honecker (1912–1994) und dessen Ehefrau Margot (1927–2016) bei sich aufnahm: Pastor Uwe Holmer (Serrahn/Mecklenburg). In der neuen Folge der IDEA-Videoserie KÖNIGSKINDER berichtet er, wie seine Familie unter dem DDR-Regime gelitten hatte. Dennoch war er bereit, dem Ehepaar Honecker in seinem Haus Obdach zu bieten.

Noch im Januar 1989 hatte Honecker angekündigt, dass die Berliner Mauer noch in 100 Jahren stehen werde. Holmer betete gleichzeitig: „Herr, hilf, dass er nicht Recht hat.“ Zehn Monate später war die Mauer gefallen. Holmer, der damals die diakonische Einrichtung Hoffnungsthaler Anstalten in Lobetal bei Berlin leitete, wurde gefragt, ob er den ehemaligen Machthaber bei sich aufnehmen könne. Zuerst habe die Leitung der Einrichtung gemeint, „das können wir nicht machen. Aber dann fiel uns ein: Wir beten jeden Sonntag in unserer vollbesetzten Kirche: Vergib uns unsere Schuld wie wir vergeben unseren Schuldigern.“ So sei dann die Entscheidung gefallen, das Ehepaar Honecker aufzunehmen.

Die neue Folge der IDEA-Videoserie KÖNIGSKINDER ist ab dem 2. November (20 Uhr) auf YouTube zu sehen: s.idea.de/holmer. KÖNIGSKINDER ist ein Produkt der Evangelischen Nachrichtenagentur IDEA (Wetzlar).

Ein ausführliches Gespräch mit Holmer können Sie in der aktuellen Folge des IDEALISTEN-Podcasts von IDEA hören.

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