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Gesellschaft

Roth kritisiert Bibelverse am Berliner Stadtschloss

14.02.2022

Kulturstaatsministerin Claudia Roth. Foto: Kristian Schuller
Kulturstaatsministerin Claudia Roth. Foto: Kristian Schuller

Berlin/Frankfurt am Main (IDEA) – Kulturstaatsministerin Claudia Roth (Grüne) hat Kritik an der Kuppelinschrift am wiedererrichteten Berliner Stadtschloss geübt.

Hintergrund: An der Kuppel ist ein goldenes Spruchband angebracht, das aus zwei Bibelversen zusammengesetzt ist (Apostelgeschichte 4,12 und Philipper 2,10): „Es ist in keinem andern Heil, ist auch kein anderer Name den Menschen gegeben, denn in dem Namen Jesu, zur Ehre Gottes des Vaters. Dass in dem Namen Jesu sich beugen sollen aller derer Knie, die im Himmel und auf Erden und unter der Erde sind.“ Die Inschrift wurde von König Friedrich Wilhelm IV. (1795–1861) ausgewählt.

Das im Stadtschloss untergebrachte Humboldt-Forum hat angekündigt, eine Bronzetafel aufzustellen, auf der es sich „von dem Alleingültigkeits- und Herrschaftsanspruch des Christentums, den die Inschrift zum Ausdruck bringt“ distanziert.

Dazu sagte Roth in einem Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, die Kuppelinschrift widerspreche dem Ziel, aus dem Humboldt-Forum einen weltoffenen Ort zu machen. Stattdessen formuliere sie einen „Dominanzanspruch, der einfach nur abschreckend wirkt“. Das Humboldt-Forum sei „nicht der Vatikan“. Es müsse weitere Gespräche darüber geben, wie es zu einem Ort werden könne, an dem sich niemand ausgegrenzt fühle.

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