Frei-/Kirchen
Kirchliche Landschaft in Berlin ist vielfältiger als angenommen
07.05.2026

Die kirchliche Landschaft in Berlin und Brandenburg ist internationaler, vielfältiger und jünger als bisher angenommen. Das ist das Ergebnis einer Gottesdienst- und Gemeindestudie, die vom christlichen Netzwerk „Gemeinsam für Berlin“ in Zusammenarbeit mit der Internationalen Hochschule Liebenzell durchgeführt wurde. Sie wurde am 7. Mai in Berlin vorgestellt.
Demnach bestehen in Berlin 771 und in Brandenburg 732 christliche Gemeinden in 230 Denominationen (Glaubensrichtungen). Von den insgesamt 1.503 Gemeinden sind 551 freikirchlich, 481 landeskirchlich, 219 römisch-katholisch und 39 orthodox. Daneben gibt es 100 Landeskirchliche Gemeinschaften und 113 andere Gemeinden.
17 Prozent der Gemeinden haben internationale Ausrichtung
264 Gemeinden (17 Prozent) haben eine internationale Ausrichtung; davon befinden sich 252 in Berlin und 12 in Brandenburg. Der Studie zufolge gibt es 121 „jüngere Gemeinden“. Davon sind 29 jünger als drei Jahre und 82 zwischen vier und 15 Jahren alt.
Mehr Gottesdienstbesucher als ins Olympiastadion passen
Einer Hochrechnung der Studie zufolge besuchen jeden Sonntag etwa 84.000 Berliner einen Gottesdienst. Das sei mehr, „als im ausverkauften Berliner Olympiastadion Platz haben“, so Studienleiter Friedemann Burkhardt (Bad Liebenzell).
Zudem besuchten etwa 34.000 Personen in Brandenburg einen Gottesdienst. Laut Burkhardt entspricht dies der Besucherzahl im ausverkauften Europaparkstadion des SC Freiburg. Zusammen versammelten sich mehr Berliner und Brandenburger zum Gottesdienst, als in das größte Stadion Europas, dem Camp Nou in Barcelona, hineinpassen.
Von den 3,9 Millionen Einwohnern Berlins waren 2025 elf Prozent muslimisch, elf Prozent evangelisch und 6,6 Prozent katholisch. Etwa sechs Prozent waren anderer Konfession und 63 Prozent konfessionslos.
In Brandenburg lebten 2025 knapp 2,6 Millionen Einwohner. Davon waren etwa 13 Prozent evangelisch, drei Prozent katholisch und ein Prozent muslimisch. Drei Prozent gehörten einer anderen Konfession an. Etwa 80 Prozent waren konfessionslos.
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