Gesellschaft
Diakonie-Präsident: Maskenpflicht in Pflegeeinrichtungen abschaffen
Lesezeit: 1 min
Berlin (IDEA) – Der Präsident der Diakonie Deutschland, Ulrich Lilie (Berlin), hat dazu aufgerufen, die Maskenpflicht für Bewohner von Pflegeheimen und in Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen aufzuheben. Anlass ist die Konferenz der Gesundheitsminister am 24. Oktober in Magdeburg. Er halte die im Infektionsschutzgesetz verankerte Regel, wonach Bewohner solcher Einrichtungen in Gemeinschaftsräumen eine Maske tragen müssen, für überzogen, erklärte Lilie am 23. Oktober.
„Nicht nur die persönlichen Räume, auch die Gemeinschaftsräume sind Teil ihres Zuhauses, in denen ein ungezwungenes Miteinander möglich sein muss.“ Das unverdeckte Gesicht sei wichtig im persönlichen Kontakt. Hierbei denke er besonders an die Begleitung von Menschen mit Beeinträchtigung, so Lilie. Sie litten teilweise sehr darunter, wenn sie die Gesichtszüge ihrer Mitmenschen, auch des Betreuungspersonals, nicht lesen können.
Gleichzeitig befürwortet der Diakonie-Präsident eine allgemeine Maskenpflicht in Innenräumen von öffentlichen Gebäuden und Büros, wenn die Infektionszahlen steigen.