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Das war 2021 im Norden

23.12.2021

Pastor Olaf Latzel. Foto: Philipp Oehme
Pastor Olaf Latzel. Foto: Philipp Oehme

Was es in diesem Jahr aus der Region zu berichten gab – IDEA gibt einen Überblick.

Februar

Auf originelle Weise will der hannoversche Landesbischof Ralf Meister die Osterhoffnung verbreiten: Er verschenkt 25.000 Osterkerzen an 250 Gemeinden. 100 Gemeinden besucht er persönlich.

März

Die Kirchenleitung der Bremischen Evangelischen Kirche hebt die Dienstenthebung von Pastor Olaf Latzel von der St.-Martini-Gemeinde auf. Anschließend darf er wieder predigen. Die Dienstenthebung war im Dezember 2020 angeordnet worden, nachdem das Amtsgericht Bremen Latzel in erster Instanz wegen Volksverhetzung verurteilt hatte.

Grund waren Aussagen in einem „Eheseminar“ seiner Gemeinde. Darin hatte Latzel unter anderem Homosexualität als eine „Degenerationsform der Gesellschaft“ bezeichnet. Latzels Verfahren geht weiter, weil er in Berufung gegangen ist. Auf YouTube hat die Martini-Gemeinde 37.400 Abonnenten.

April

Vier Brandanschläge werden im April und Mai auf die evangelikale Abraham-Gemeinde in Bremen verübt. Die Flammen in Müllcontainern richten keinen Schaden an. Die Täter sind weiterhin unbekannt.

Mai

Ein Kommentar des evangelischen Pastors Marcus Piehl im Gemeindebrief der St.-Johannis-Gemeinde Nordstemmen löst eine heftige Kontroverse aus. Darin bezeichnet er unter anderem die Gender-Ideologie als einen „Angriff auf Gottes Ordnung“.

Nach mehreren Gesprächen mit Vorgesetzten entschuldigt sich Piehl, ein ehemaliger Tansania-Missionar, für den Beitrag. Dennoch entscheidet der Kirchenvorstand, dass der 51-Jährige die Gemeinde verlassen muss. Am 15. August tritt er eine neue Stelle als „Springerpastor“ im Kirchenkreis Ronnenberg der hannoverschen Landeskirche an.

Juni

In der Nordkirche nimmt eine „Ritualagentur“ ihren Dienst auf. Ziel ist es, dass sich mehr Mitglieder kirchlich begleiten lassen – etwa bei Taufen, Trauungen oder Trauerfeiern.

Juli

Die Zionsgemeinde der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche in Sottrum bei Bremen weiht einen Kirchenneubau ein. In der alten Kirche gab es für die 100 erwachsenen Gemeindeglieder und bis zu 70 Kinder zu wenig Platz.

August

In Itzehoe findet eine zehntätige Zeltmission mit jeweils bis zu 150 Besuchern statt. Einer der Redner, der Bremer Pastor Rüdiger Kurz, sagt: „Es hat sich gezeigt, dass das alte Werkzeug ‚Zelt’ immer noch erstaunlich aktuell ist.“

September

Eine zehnköpfige muslimische Flüchtlingsfamilie aus dem Irak erlebt im GRZ Krelingen (Walsrode) einen zweiwöchigen Urlaub. Der Familienvater ist begeistert: „Hier ist es wie im Paradies.“

Bei einer Mahnwache für Israel und gegen Antisemitismus wird ein jüdischer Teilnehmer von einem Islamisten schwer verletzt. Der 16-jährige Täter wird später in Berlin verhaftet.

Oktober

Die Straffälligenhilfe Schwarzes Kreuz in Celle wird mit Christina Tabea Brucker erstmals von einer Frau als Geschäftsführerin geleitet.

November

Das ehemalige Zisterzienserkloster Loccum bei Nienburg der hannoverschen Landeskirche wird nach einer umfassenden Renovierung neu in Betrieb genommen. Investition: 35,8 Millionen Euro.

In Bad Gandersheim in Niedersachsen wird er frühere Leiter der Bibelschule des pfingstkirchlich-charismatischen Glaubenszentrums, Pastor Gerry Klein, zum stellvertretenden Bürgermeister gewählt.

Der hannoversche Landesbischof Ralf Meister kritisiert den Koalitionsvertrag der Ampel-Regierung: „Kirche kommt auf etwas mehr als acht Zeilen vor.“

Dezember

Der Streit um das „Reformationsfenster“ der lutherischen Marktkirche in Hannover endet mit einem Vergleich. Das Fenster ist eine Spende von Altbundeskanzler Gerhard Schröder und stammt von dem Künstler Markus Lüpertz. Umstritten sind vor allem fünf große Fliegen, die nach den Worten des Künstlers das Böse symbolisieren sollen. Das Fenster darf eingebaut werden, wenn darunter auf einem Schild steht, dass es nachträglich eingebaut wurde.

Das Landgericht Hildesheim verurteilt einen suspendierten evangelischen Pastor der hannoverschen Landeskirche wegen Betrugs und Urkundenfälschung in 44 Fällen zu einem Jahr und acht Monaten Haft auf Bewährung. Er hatte über 44.000 Euro ergaunert. Der 62-Jährige und die Staatsanwaltschaft legen Revision ein.

Hier geht es zu weiteren Rückblicken:
Das war 2021 in Bayern
Das war 2021 in Hessen

 

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