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Christ wegen angeblicher Blasphemie seit Jahren hinter Gittern

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Imran Rehman soll über den Messenger-Dienst WhatsApp die islamische Religion verunglimpft haben. Foto: zvg
Imran Rehman soll über den Messenger-Dienst WhatsApp die islamische Religion verunglimpft haben. Foto: zvg

Als „Gefangenen des Monats April 2026“ haben die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) und die Evangelische Nachrichtenagentur IDEA den pakistanischen Christen Imran Rehman benannt. Sie rufen dazu auf, sich für den Inhaftierten einzusetzen.

Rehman wurde am 14. September 2022 festgenommen. Der Fahrkartenverkäufer hatte einen Anruf von seiner Bank mit der Bitte erhalten, dringend persönlich zu erscheinen. Dort nahmen ihn Beamte der pakistanischen Bundesermittlungsbehörde in Gewahrsam. Die Ermittler werfen ihm Computerkriminalität und Blasphemie vor. Er soll über die Chat-Anwendung WhatsApp die islamische Religion verunglimpft haben.

Der Katholik weist den Vorwurf zurück. Es ist nicht bekannt, welche Inhalte der 35-jährige Familienvater angeblich über WhatsApp verschickte. Er soll mit deren Verbreitung gegen die umstrittenen Blasphemie-Gesetze verstoßen haben, darunter auch gegen die Bestimmung 295-C im pakistanischen Strafgesetzbuch, die für die Beleidigung des islamischen Propheten Mohammed die Todesstrafe vorsieht. Zudem werden seine angeblichen Mitteilungen sogar als terroristische Akte eingestuft.

In Pakistan kommt es immer wieder zu ungerechtfertigten Blasphemie-Anklagen. Die IGFM und IDEA rufen dazu auf, den pakistanischen Präsidenten Asif Ali Zardari in Briefen zu bitten, alles in seiner Macht Stehende für die Freilassung des Christen zu tun und für seine Sicherheit sowie die seiner Angehörigen zu sorgen. Von den rund 250 Millionen Einwohnern Pakistans sind 96 Prozent Muslime, zwei Prozent Christen und ein Prozent Hindus.

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