Menschenrechte

China: Hauskirchenpastor hinter Gittern

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Der evangelische Pastor und Gründer der „Kirche von Zion“ Jin (Ezra) Mingri. Foto: Privat
Der evangelische Pastor und Gründer der „Kirche von Zion“ Jin (Ezra) Mingri. Foto: Privat

Als „Gefangenen des Monats Januar“ haben die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) und die Evangelische Nachrichtenagentur IDEA den evangelischen Pastor und Gründer der „Kirche von Zion“ Jin (Ezra) Mingri benannt.

Der 56-jährige Chinese wurde am 10. Oktober 2025 festgenommen. Auch weitere Pastoren und Mitarbeiter der Hauskirche kamen ins Gefängnis oder mussten in den Hausarrest. Insgesamt waren mehr als 30 Christen in sieben Städten Chinas betroffen. Den Kirchenmitgliedern wird illegale Verbreitung religiöser Informationen im Internet vorgeworfen.

Jin Mingri gründete die Hauskirche im Jahr 2007 in Peking. Sie ist inzwischen auf mehrere Tausend Mitglieder in mehr als 40 Städten des Landes angewachsen, jedoch nicht staatlich registriert. Das Vorgehen der kommunistischen Regierung gegen die „Kirche von Zion“ ist eine der größten gegen Christen gerichteten Verhaftungswellen der letzten Jahre in China. Einige der im Oktober Inhaftierten kamen inzwischen wieder frei, überwiegend gegen Hinterlegung einer Kaution. Im Jahr 2018 wurde die Kirche erstmals verboten und ihr Gründer Mingri unter Hausarrest gestellt.

In der rund 1,4 Milliarden Einwohner zählenden Volksrepublik leben nach Schätzungen bis zu 130 Millionen Christen. IGFM und IDEA rufen dazu auf, sich in Briefen an den chinesischen Staatspräsidenten Xi Jinping für die Freilassung des Pastors einzusetzen. Verbunden damit ist die Bitte, für den Inhaftierten zu beten.

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