Kommentar

Bekennermut im Profifußball

Warum immer mehr Fußballer Gott öffentlich die Ehre geben – ein Kommentar vom ehemaliger Profifußballer Christian Derflinger

Lesezeit: 3 min

Ex-Profi Derflinger: „Das Thema Glaube heute deutlich mehr im Fokus steht als noch vor einigen Jahren.“ Foto: privat
Ex-Profi Derflinger: „Das Thema Glaube heute deutlich mehr im Fokus steht als noch vor einigen Jahren.“ Foto: privat

Immer mehr Fußballspieler bekennen mutig ihren Glauben an Jesus. Als Teammitglied von „Fussball mit Vision“ freut es mich, das zu sehen. In unserer Arbeit mit Profi- und Jugendspielern merken wir, dass das Thema Glaube heute deutlich mehr im Fokus steht als noch vor einigen Jahren.

Es ist ein starkes Zeichen, nach einem Torerfolg oder Titelgewinn nicht sich selbst in den Mittelpunkt zu stellen, sondern auf Jesus Christus hinzuweisen. Fußballprofis – wie etwa Désiré Doué nach dem Champions-League-Titel mit Paris Saint-Germain – tun das, weil sie verstanden haben, dass sowohl ihr gesamtes Leben als auch der sportliche Erfolg ein Geschenk von Gott sind.

Sehnsucht nach mehr

Die Spieler haben durch das Evangelium erfahren, dass Jesus aus Liebe zu ihnen für ihre Schuld am Kreuz gestorben ist und sie durch den Glauben an ihn Vergebung, Frieden und eine ewige Hoffnung erhalten. Wer diese Liebe Gottes erkannt hat, weist gern mutig auf Jesus Christus hin, auch wenn dieses Bekenntnis öffentliche Kritik zur Folge haben kann.

Grundsätzlich ist das zunehmende Interesse der Fußballprofis am Thema Glaube ein Spiegelbild der jungen Gesellschaft. Die Antworten des Atheismus auf die wichtigsten Lebensfragen – Wer bin ich? Warum lebe ich? Was passiert nach dem Tod? – sind nicht befriedigend. Sie geben weder Hoffnung noch Trost. In vielen jungen Menschen ist die Sehnsucht nach mehr.

Balsam für die Seele

Der permanente Leistungsdruck und die Schnelllebigkeit im Profifußball verstärken bei einigen Spielern die Frage nach der eigenen Identität und dem Sinn des Lebens. Bei guten Leistungen erhalten sie viel Aufmerksamkeit, sie werden in der Presse gefeiert, und ihr Marktwert steigt. Sobald sie schlechte Leistungen bringen oder verletzt sind, nimmt das Interesse ab, und der Marktwert sinkt.

In dieser Situation von der bedingungslosen, aufopfernden Liebe Gottes zu hören, die in Jesus Christus sichtbar wurde, ist Balsam für die Seele. Jesus liebt mich, egal wie meine Performance ist. Diese Gnade Gottes hat mein Leben neu gemacht. Dafür bin ich ewig dankbar!

Ich hoffe, dass auch während der Fußballweltmeisterschaft (11. Juni–19. Juli) viele Menschen von der Liebe Gottes in Jesus Christus hören und darin tiefe Freude und ewige Hoffnung finden. Egal ob Profi, Amateur oder einfach Fußballfan: Lassen Sie uns gemeinsam während der Weltmeisterschaft und auch danach auf unseren Herrn Jesus Christus hinweisen.

(Der Autor, Christian Derflinger, ist ein ehemaliger Profifußballer (u. a. Nationalspieler Österreich U21, FC Bayern München). Der Theologe engagiert sich in der christlichen Initiative „Fussball mit Vision“.)

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