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Menschenrechte

USA: Linke Lebensschützer vereinen

03.10.2021

Die Atheistin und Lebensschützerin Terrisa Bukovinac. Foto: picture alliance / ASSOCIATED PRESS | Patrick Semansky
Die Atheistin und Lebensschützerin Terrisa Bukovinac. Foto: picture alliance / ASSOCIATED PRESS | Patrick Semansky

San Francisco (IDEA) – Die Atheistin und Lebensschützerin Terrisa Bukovinac hat in San Francisco eine Lebensrechtsorganisation gegründet. „Pro-Life San Francisco“ soll vor allem Lebensrechtler aus dem linken Spektrum sammeln, wie die Demokratin und Feministin dem Sender „Fox News“ in einem Interview erklärte: „Die ungerechte Tötung der Ungeborenen ist eine Verletzung unserer progressiven Werte der Gleichheit, Gewaltlosigkeit und Nicht-Diskriminierung.“ Ihr Ziel sei es, die Demokratische Partei von ihrem „radikalen Pro-Abtreibungs-Kurs“ abzubringen.

Eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts „Marist“ (Poughkeepsie im Bundesstaat New York) vom Januar habe gezeigt, dass eine Mehrheit der Demokraten eine Einschränkung von Abtreibungen auf die ersten drei Monate der Schwangerschaft befürworten würde.

Zum Hintergrund: Die Umfrage hatte ergeben, dass lediglich 26 Prozent der befragten Demokraten Abtreibungen bis zur Geburt unterstützen. 16 Prozent wollen Abtreibungen demnach nur in den ersten sechs Monaten der Schwangerschaft zulassen, die restlichen 58 Prozent sprachen sich für eine Frist von drei Monaten oder noch strengere Einschränkungen aus. Fünf Prozent der befragten Demokraten wollen Abtreibungen sogar unter allen Umständen verbieten.

Die Führung der Partei habe in der Abtreibungsfrage offensichtlich den Kontakt zu ihren Wählern völlig verloren, so Bukovinac. Es sei die Position der Wissenschaft, dass „das Leben mit der Empfängnis“ beginne.

Man muss kein Christ sein, um Abtreibung abzulehnen

Die Demokratische Partei und die Abtreibungsorganisationen versuchten, die Lebensrechtsbewegung zum Schweigen zu bringen, indem sie behaupteten, dass nur Katholiken oder Christen gegen Abtreibungen kämpften. Nichtreligiöse Menschen seien jedoch immer Teil der Lebensrechtsbewegung gewesen. Man solle nicht denken, dass es „in Ordnung sei, ungerechterweise die Leben von 60 Millionen ungeborenen Menschen zu beenden“, auch wenn man mit der Bibel nicht übereinstimme.

Wer wirklich progressiv sei, müsse bereit sein, sich aktiv gegen Abtreibung einzusetzen. Fortschritt bedeute die Erweiterung der Rechte derer, die an den Rand gedrängt würden. Bukovinac nannte US-Präsident Joe Biden zudem einen „Verräter“, der sich aus politischem Kalkül vom Lebensschutz verabschiedet habe. Bis 2019 habe er das Hyde-Amendment unterstützt. Dieses Gesetz sperrt Mittel aus dem Bundeshaushalt für Abtreibungen, wenn die Schwangerschaft nicht durch Vergewaltigung oder Inzest zustande gekommen oder das Leben der Mutter gefährdet ist.

Bukovinac hofft, dass der Oberste Gerichtshof das umstrittene Grundsatzurteil „Roe vs. Wade“ von 1973 aufheben werde, das Abtreibungen in der Regel bis zur 24. Schwangerschaftswoche ermöglicht.

Rassismus und Eugenik hängen eng zusammen

Bukovinac betonte, dass der Kampf gegen Abtreibungen eng mit dem Kampf gegen Rassismus zusammenhänge. Schließlich würden die Anbieter von Abtreibungen schwarze Frauen ausbeuten, die überdurchschnittlich häufig Abtreibungen vornähmen. Sie erinnerte in diesem Zusammenhang auch an die Gründerin von Planned Parenthood (Geplante Elternschaft), Margaret Sanger (1879–1966).

Die Eugenikerin hatte sich für die Sterilisation oder Abtreibung behinderter Menschen ausgesprochen. Verhütung und Abtreibungen sollten aus ihrer Sicht außerdem der Reduzierung des Anteils der schwarzen Bevölkerung in den Vereinigten Staaten dienen. Planned Parenthood ist die größte Abtreibungsorganisation in den USA.

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