Gesellschaft
Vier von fünf sagen: Vergebung setzt ehrliche Reue voraus
Ältere Menschen sind besonders häufig dieser Ansicht. Das ergab eine Umfrage im Auftrag von IDEA.
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Für vier von fünf Deutschen (82 Prozent) setzt Vergebung voraus, dass jemand ehrliche Reue zeigt. Das ergab eine Umfrage des Markt- und Sozialforschungsinstituts INSA-Consulere (Erfurt) im Auftrag der Evangelischen Nachrichtenagentur IDEA. Nicht einmal jeder Zehnte (acht Prozent) ist anderer Ansicht. Weitere acht Prozent wissen nicht, wie sie darüber denken sollen, zwei Prozent machten keine Angabe.
Männer und Frauen liegen in dieser Frage gleichauf (82 Prozent gegenüber 81 Prozent), Westdeutsche und Ostdeutsche ebenso (82 Prozent gegenüber 81 Prozent). Ältere Menschen sind tendenziell häufiger der Ansicht, dass Vergebung ehrliche Reue voraussetzt (18- bis 29-Jährige: 71 Prozent; 30- bis 39-Jährige: 77 Prozent; 40- bis 49-Jährige: 81 Prozent; 50- bis 59-Jährige: 84 Prozent; 60- bis 69-Jährige: 90 Prozent; über 70-Jährige: 86 Prozent).
Unter den Mitgliedern der christlichen Konfessionen teilen die landeskirchlichen Protestanten mit 85 Prozent am häufigsten diese Auffassung, gefolgt von den Katholiken (83 Prozent) und den Freikirchlern (72 Prozent). Bei den Muslimen teilen 72 Prozent diese Ansicht, bei den Konfessionslosen sind es 86 Prozent.
Bei den Anhängern der politischen Parteien denken die Sympathisanten der CDU/CSU mit 87 Prozent am häufigsten, dass der Vergebung ehrliche Reue vorangehen muss, gefolgt von den Parteigängern der SPD (85 Prozent), der AfD und der Grünen (jeweils 84 Prozent) sowie der Linken (82 Prozent).
Für die Erhebung im Zeitraum vom 10. bis 13. Juli 2026 zu der Frage: „Wie stehen Sie zur folgenden Aussage? Vergebung setzt für mich voraus, dass jemand ehrliche Reue zeigt.“ hat INSA 2.006 Bundesbürger online befragt. Die Ergebnisse sind repräsentativ für die volljährige Bevölkerung in Deutschland sowie nach Geschlecht, Alter und Region.