Medien

Thomas Kaspar wird neuer Chefredakteur des epd

Der Medienmanager tritt sein Amt zum 1. Februar 2027 an. Diese Schwerpunkte hat seine künftige Tätigkeit.

Lesezeit: 2 min

Der Journalist Thomas Kaspar.
Der Journalist Thomas Kaspar. Foto: Sven Moschitz

Der Journalist und Medienmanager Thomas Kaspar wird zum 1. Februar 2027 neuer Chefredakteur des Evangelischen Pressedienstes (epd). Der 58-Jährige folgt auf Karsten Frerichs, der die Nachrichtenagentur nach 18 Jahren zum Jahresende verlässt und in die Redaktion von „FAZ.net“ wechselt, dem Online-Auftritt der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“. Das teilte das Gemeinschaftswerk der Evangelischen Publizistik (GEP/Frankfurt am Main) am 30. September mit. Das GEP ist Träger der epd-Zentralredaktion und das bundesweite Medienhaus der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), ihrer Gliedkirchen, Werke und Einrichtungen. 

Die Direktorin des GEP und Vorsitzende der epd AG, Ariadne Klingbeil, erklärte, Kaspar stehe „für unabhängigen, fundierten Journalismus und für die erfolgreiche Weiterentwicklung journalistischer Angebote im digitalen Wandel“. Seine Erfahrung als Chefredakteur, Produktverantwortlicher und Digitalstratege sei für die künftige Entwicklung des epd von besonderem Wert.

Vom Bayerischen Rundfunk zur Frankfurter Rundschau

Kaspar erhielt seine journalistische Ausbildung beim Bayerischen Rundfunk und bei der „Passauer Neuen Presse“. Der Sozialwissenschaftler war später unter anderem Chefredakteur Print bei Hubert Burda Media und beteiligte sich bei den Technikportalen CHIP und CHIP Online am Aufbau digitaler Angebote. 

Seit 2015 arbeitete er beim Medienunternehmen Ippen Digital, wo er die Regionalportale der Gruppe verantwortete und zeitweise die Zentralredaktion sowie die Portale merkur.de und tz.de leitete. 

Von März 2019 bis Februar 2024 war Kaspar Chefredakteur der „Frankfurter Rundschau“, zunächst gemeinsam mit Bascha Mika und seit 2020 als alleiniger Chefredakteur. Für seine journalistische Arbeit wurde er als „Chefredakteur des Jahres“ ausgezeichnet. 

Seit März 2024 ist Kaspar bei Ippen Digital für die Nutzungsforschung zuständig.

Digitale Angebote sollen ausgebaut werden

Beim epd soll Kaspar nach Angaben des GEP die journalistische Arbeit stärken und die digitalen Angebote ausbauen. Dazu zählten nutzerorientierte Produkte, moderne redaktionelle Prozesse sowie die Verbindung von Recherche, fachlicher Spezialisierung und digitaler Reichweite. 

Kaspar erklärte, der epd verfüge „über eine besondere publizistische Tradition, hohe Glaubwürdigkeit und große fachliche Tiefe“. Er wolle den die Nachrichtenagentur „gerade im Wandel durch Künstliche Intelligenz auch digital als unverzichtbare Stimme für Orientierung und Vertrauen stärken. Denn freie Meinungsbildung braucht verlässliche Informationen, und dafür steht der epd.“

Ähnliche Artikel

Cookies für relevante Nachrichten.

Damit Sie komfortabel auf IDEA.de unterwegs sein können setzen wir Cookies und Dienste externer Partner ein. Mit Klick auf „ALLE AKZEPTIEREN“ stimmen Sie der Cookie-Nutzung und der Datenübermittlung an externe Partner zu und erklären sich einverstanden, dass Ihre Daten auch in Nicht-EU-Länder mit unzureichendem Datenschutz übertragen werden können (Details siehe Datenschutzhinweise).

IDEA Magazin Cover abgebildet auf einem iPad

4 Wochen IDEA Digital 8,95 Euro 1 Euro

Entdecken auch Sie das digitale Abo mit Zugang zu allen Artikeln auf idea.de