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Sachsen: Früherer Landesbischof Rentzing erleidet Herzstillstand

07.04.2021

Der frühere Landesbischof der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens, Carsten Rentzing. Foto: IDEA/ kairospress
Der frühere Landesbischof der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens, Carsten Rentzing. Foto: IDEA/ kairospress

Dresden (IDEA) – Der frühere Landesbischof der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens, Carsten Rentzing (Dresden), hat am Ostermontag einen Herzstillstand erlitten. Wie die Evangelische Nachrichtenagentur IDEA aus dem Kreis der Familie erfuhr, ereignete sich der Zusammenbruch zuhause. Notärzten gelang es, den 53-Jährigen wiederzubeleben. Sie brachten ihn in eine Spezialklinik, wo er ins künstliche Koma versetzt wurde. Sein Zustand sei sehr kritisch. Die Familie bat um Fürbittgebete.

Der sächsische Landesbischof Tobias Bilz äußerte sich betroffen über die Nachricht: "Wir beten für die Genesung unseres ehemaligen Landesbischofs und um Kraft für seine Familie."

Seit 1. November 2020 ist Rentzing Beauftragter der Kirchenleitung der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) für die Stärkung der Kontakte zu den lutherischen Kirchen in Mittel- und Osteuropa.

Zuvor hatte er von 2015 bis 2019 an der Spitze der sächsischen Landeskirche gestanden. Nachdem Texte bekanntgeworden waren, die er in seiner Studentenzeit für die rechtskonservative Zeitschrift „Fragmente“ verfasst hatte, war er von dem Amt zurückgetreten.

Nach Rücktritt über 800 Briefe und 15.000 E-Mails erhalten

Wie Rentzing in einem Interview mit der Evangelischen Nachrichtenagentur IDEA im Oktober 2020 sagte, waren die positiven Reaktionen auf seine Arbeit immens. Nach seinem Rücktritt habe er mehr als 800 Briefe und über 15.000 E-Mails erhalten. Die Post habe fast ausschließlich Lob und nur eine Handvoll Kritik enthalten. Nach seinem Rücktritt habe er versucht, sich „nicht kleinkriegen zu lassen“.

Die Hoffnung, dass das Thema nach zwei, drei Monaten für ihn beendet wäre, habe sich jedoch nicht erfüllt: „Es verfolgt einen in Gedanken und Träumen, man hadert mit sich selbst und mit der Welt.“ Er sei froh, dass er bald wieder predigen konnte, und habe das inzwischen auch oft getan.

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