Gesellschaft

Klimaschutzaktivistin: „Gott wird uns nicht retten“

Lesezeit: 2 min

Die Klimaaktivistin bei ihrer Predigt im Berliner Dom. Screenshot: Youtube/Berliner Dom
Die Klimaaktivistin bei ihrer Predigt im Berliner Dom. Screenshot: Youtube/Berliner Dom

Berlin (IDEA) – „Gott wird uns nicht retten, das werden wir tun. Weil wir es wagen, die Schwere der Krisenbewältigung anzunehmen.“ Das sagte die Klimaschutzaktivistin Luisa Neubauer (Berlin) von „Fridays for Future“ bei ihrer Kanzelrede am 28. Februar im Berliner Dom. Ihre Rede stand unter dem Motto „Von der Sorge“.

Neubauer sagte weiter: „Wir werden uns retten, weil wir nicht den Glauben verlieren. Den Glauben an eine bessere, gerechtere Welt, die möglich ist – solange wir für sie kämpfen.“

Zuvor ging Neubauer in ihrer Predigt auf den Bibeltext aus Matthäus 6,25f ein. Es liege an den Menschen, „im Hier und Jetzt“ darauf hinzuwirken, dass die Sorgen um die Welt kleiner würden. Möglich sei das, indem man aus Sorgen „Vor-Sorgen“ mache: „Wir nehmen die Sorgen fest in die Hand, verstehen sie als Anstoß, als Quelle der Kraft, eine bessere Welt zu gestalten.“ Neben der „Vor-Sorge“ benötige man auch noch die „Für-Sorge“: „In Fürsorge Gemeinschaft stärken, die in Vorsorge Lebensgrundlagen erhalten können.“

Neubauer sprach im Rahmen der Fastenpredigtreihe des Berliner Doms, die unter dem Jahresmotto der Gemeinde „Sinn.Fragen – Wie weiter?“ stattfindet. An sechs Sonntagabenden wird der Frage nach einer „sinnvollen Zukunft“ nachgegangen, wie es auf der Internetseite der Kirchengemeinde heißt.

Über die Einladung Neubauers heißt es dort: „Die Tradition, nicht ordinierte Personen zu einer Kanzelrede einzuladen, ist lang und etabliert. Die Bewahrung der Schöpfung ist ein kirchliches Kernthema.“

Der Gottesdienst kann auf dem YouTube-Kanal des Berliner Doms angeschaut werden.

Zur Kanzelrede ein Kommentar von IDEA-Redakteur Thomas Richter.

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