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Ein Muster-Katholik führt künftig die CDU

16.01.2021

Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet. Foto: Laurence Chaperon
Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet. Foto: Laurence Chaperon

Berlin (idea) – Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet ist zum neuen Vorsitzenden der CDU gewählt worden. Der 59-Jährige gewann in einer Stichwahl mit 521 Stimmen gegen den früheren Vorsitzenden der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Friedrich Merz (64), auf den 466 Stimmen entfielen.

Vier Delegierte enthielten sich der Stimme. Im ersten Wahlgang hatte Merz mit 385 Stimmen vor Laschet (380 Stimmen) und dem dritten Kandidaten, dem 55-jährigen früheren Bundesumweltminister Norbert Röttgen (224 Stimmen), gelegen.

„Der Glaube prägt mein Verständnis der Welt“

Liest man die Biografie des Ministerpräsidenten von Nordrhein-Westfalen, Armin Laschet (59), sieht man einen Muster-Katholiken vor sich: Er wurde im katholischen Marienhospital in Aachen geboren, besuchte eine katholische Grundschule und das bischöfliche Pius-Gymnasium. Außerdem engagierte er sich als Mitarbeiter in der katholischen Jugendarbeit, Messdiener und Sänger im Kirchenchor.

Während seines Jura-Studiums war er Mitglied der katholischen Studentenverbindungen Aenania München und Ripuaria Bonn. 1991 wurde Laschet Chefredakteur der Kirchenzeitung für das Bistum Aachen; von 1995 bis 1999 war er Leiter und Geschäftsführer des katholischen Einhard Verlags.

„Der Glaube an Gott ist prägend für mein Verständnis der Welt“, schrieb Laschet einmal, „wenn man daran glaubt, dass es nach dem Tod irgendwie weitergeht, macht man auch Politik anders als zum Beispiel ein Kommunist, der bis zum Lebensende dringend mit allen Mitteln das Paradies auf Erden schaffen will.“ Auch die unterlegenen Kandidaten Merz und Röttgen sind bekennde Katholiken.

Seit 2017 Ministerpräsident

Laschet ist seit 2017 Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen. Er regiert in einer Koalition mit der FDP. Seine politische Karriere begann Laschet 1979 als CDU-Ratsherr in seiner Heimatstadt Aachen. Von 1994 bis 1998 war er Abgeordneter des Bundestages und von 1999 bis 2005 des Europäischen Parlaments.

Von 2005 bis 2010 war er in Nordrhein-Westfalen Landesminister für Generationen, Frauen, Familie und Integration. Seit 2008 gehört er dem CDU-Bundesvorstand, seit 2012 ist er stellvertretender Parteivorsitzender.

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